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62.500 Euro für wichtige Führerscheine

Feuerwehr 62.500 Euro für wichtige Führerscheine

Der heutige B-Führerschein erlaubt im Gegensatz zu dem alten Führerschein Klasse 3 nicht das Fahren eines Fahrzeuges über 3,5 Tonnen. Das stellt die Feuerwehr vor ein Problem, denn zusehends brechen die Fahrzeugführer weg.

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Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker hat noch den alten Führerschein der Klasse 3. Er darf damit auch Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren.

Quelle: Martina Becker

Dreihausen. Seit der Einführung des europäischen Führerscheinrechts im Jahr 1999 dürfen mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B nur noch Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht gefahren werden. Für schwerere Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen muss der Führerschein der Klasse C1 erworben werden.

„Das ist eine kostspielige Angelegenheit und stellt die Feuerwehr vor ein großes Problem“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz bei der Vorstellung der in der Gemeinde angedachten Selbsthilfeaktion. Diese wurde erforderlich, weil auf Grund des beschriebenen Sachverhaltes von den jüngeren Einsatzkräften die Feuerwehrfahrzeuge nicht mehr gefahren werden können.

Nur die Besitzer eines alten Führerscheins der Klasse 3 sind noch berechtigt, Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen zu fahren. „Das ist eine Schwierigkeit, die sich auf alle Kommunen auswirkt“, sagte Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker. Man könne schlecht erwarten, dass die Einsatzkräfte 2.000 bis 3.500 Euro in einen Führerschein investierten, den sie nur für ihr Hobby und sonst nicht benötigten, so der Bürgermeister. Derzeit gibt es bei den Feuerwehren im Ebsdorfer Grund ein Potenzial von 50 Kameraden, die diesen Führerschein machten könnten.

Damit die Einsatzfahrzeuge in Zukunft nicht stehen bleiben müssen, will die Gemeinde Ebsdorfergrund handeln. In den nächsten zwei Jahren investiert die Gemeinde 62.500 Euro, um 25 Kameraden den Erwerb des C-Führerscheins im Wert von 2.500 Euro zu ermöglichen. Damit soll der Bedarf an Fahrern und die Zukunft der Feuerwehr für die nächsten Jahre gesichert sein.

von Martina Becker

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