Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
40 Jahre allen Herausforderungen gestellt

Gesamtschule Niederwalgern 40 Jahre allen Herausforderungen gestellt

Die Gesamtschule Niederwalgern ist der Fels in der Brandung. Probleme gab es immer wieder, öfter größere als kleine, aber die Entschlossenheit der Macher führte sie zurmodernen Ganztagsschule mit Vorbildcharakter.

Voriger Artikel
Laden soll langfristig erhalten bleiben
Nächster Artikel
Schüler machen kreative Angebote

Bläser und Gitarristen der Musik-Praxisgruppen sowie ein GSN-Schulchor, bestehend aus Lehrern und Verwaltungsangestellten lockerten den offiziellen Teil des Festabends mit Liedbeiträgen auf. Fotos: Götz Schaub

Niederwalgern. Ja sagen wir es gleich hier zu Beginn. Jeder in der Schulgemeinde weiß, dass es zuletzt größere Auseinandersetzungen gab, in welcher Weise sich die Schule weiterentwickeln soll. Darüber kann mindestens einer, der die Entwicklung der Schule maßgeblich mitgestaltet hat, milde lächeln: Uwe Bitsch (Foto), der Vorvorgänger von Sabine Schäfer-Jarosch, die derzeit die Schulleitung kommissarisch innehat. Bitsch wusste als einer der Redner zum offiziellen Festakt zu berichten, dass bereits sein Vorgänger wie auch er selbst mit vielen einschneidenden Veränderungen, Vorgaben und Neuerungen zu kämpfen hatten, es aber immer Lösungen gab, weil man fest das Beste für die Schüler und die Schule im Blick gehabt habe. Rückblickend sowie auch die Ära seines Nachfolgers Dr. Horst Tritschler mit einschließend, der bis zum Winterhalbjahr 2013 die Schule leitete, gebe es ausreichend Beweise für eine moderne Schulentwicklung bis hin zur Ganztagsschule. „Wir sprechen hier von einer Ganztagsschule der Stufe 3“, wie Wolf-Dieter Stein, Schulleiter des Gymnasiums Philippinum, beeindruckt herausstellte. Damit sei die Schule, die regelmäßig von ihrem Gymnasialzweig Schüler an die weiterführende Verbundsschule in Marburg schickt, sehr weit gekommen, was Stein als „Schule mit Vorbildcharakter“ beschrieb. Auch wenn es jetzt wieder Probleme zu lösen gilt, setzten die Verantwortlichen der Schulgemeinde am Mittwochabend ein Zeichen mit einer klaren Botschaft: Wer zusammen feiert, kann auch zusammen Probleme lösen, wer zusammen singen kann, weiß um die Wichtigkeit jeder einzelnen Stimme und die Gemeinschaft, die alles trägt. In diesem Sinne wählte der Chor auch bewusst Lieder aus. Und so ruhte an diesem Abend die direkte Diskussion um die weitere Ausrichtung der Schule, doch wurden viele Wünsche und Hoffnungen artikuliert. So äußerte sich auch Heike Grosser, Leitende Direktorin am Staatlichen Schulamt Marburg, sehr zuversichtlich, dass es mit „Kopf, Herz und Verstand“ gelingen werde die Schule verlässlich weiterzuentwickeln. Und auch Landrätin Kirsten Fründt, die zusammen mit Schuldezernent Dr. Karsten McGovern Grüße vom Landkreis übermittelte, wünschte „ein gutes Händchen für die richtigen Entscheidungen an der Schule“. Monika Kruse, Sprecherin des Elternbeirats, der sich immer engagiert in die Diskussion eingebracht hatte, freute sich, jetzt einmal einen Abend zum gemeinsamen Genießen vor sich zu haben. Die Erfolge der Vergangenheit geben ebenfalls Anlass dazu positiv in die Zukunft zu schauen. So sah das auch Sabine Schäfer-Jarosch, die den Blick in die Vergangenheit als Motivation für die Zukunft beschrieb. Denn nicht nur Neues habe ein Positiv-Image, auch Altes, eben als Bewährtes, wenn es denn gepflegt wird, wie etwa die Besonderheiten an der GSN.

Stellvertretend dafür standen die Schüler, die als Bläserensemble oder Gitarrenensemble oder als Musik-Praxisgruppen zeigten, dass das Musik- und Kulturhaus von Schulseite immer noch rege und erfolgreich genutzt wird. Und Dr. Wenz-Haubfleich vom Arbeitskreis Landsynagoge Roth erinnerte an den ganz besonderen außerschulischen Lernort Landsynagoge Roth, wo Geschichte unmittelbar erfahrbar werde und jeder Schüler mindestens einmal einen Projekttag verbringe. Niederwalgerns Ortsvorsteher Heinz Heuser berichtete nicht nur als Zeitzeuge zur Entstehung und Entwicklung der Schule, er freute sich auch sehr über die deutliche Öffnung der Schule nach außen und nannte als Paradebeispiel für ein gelungenes Miteinander die gemeinsame Einrichtung des Lern- und Experimentierfeldes, das schon längst einen regionalen Ruf genieße.

Ein Bericht über das Schulfest von gestern folgt.

von Götz Schaub

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr