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30.000 Euro Schaden – der „Spaß“ ist jetzt vorbei

Wittelsberg 30.000 Euro Schaden – der „Spaß“ ist jetzt vorbei

Die große Waldwiese in Wittelsberg ist wahrlich ein idyllisch gelegenes Neubaugebiet. Allerdings sieht es im Grün rundherum gar nicht so grün aus.

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Die Trasse der ehemaligen Kreisbahn bei Wittelsberg ist zum Nadelöhr geworden. Rechts wie links türmen sich die wild entsorgten organischen Abfälle auf. Auch oberhalb der Trassenschlucht nur Müll, darunter auch Stallabfälle und nicht verrottbares Material wie Bauschutt und ganz unten ein blaues Fass.

Quelle: Götz Schaub

Wittelsberg. Schluss mit lustig. Der Verwaltungschef der Gemeinde Ebsdorfergrund zieht die Notbremse. Bürgermeister Andreas Schulz: „Wir haben es hier mehrfach im Guten versucht, es hat nichts geholfen und jetzt reagieren wir.“ Unterhalb des Neubaugebiets Große Waldwiese ist eine riesige Müllhalde entstanden.

Die schöne Schlucht, auf deren Grund einst die Kreisbahn fuhr, ist an den Seiten meterhoch mit Grünschnitt-Abfall vollgeworfen worden. An den steilen Hängen wurde von einem direkt danebenliegenden Feldweg aus an zwei markanten Stellen der Müll von oben heruntergekippt.

So viel, dass er sich mittlerweile an den Abladestellen selbst schon auftürmt und für die künftigen Bewohner des Neubaugebiets alles andere darstellt als Idylle. Schulz, Dirk Seidemann, Harald Bausch, Jens Klingelhöfer und Anke Schmidt, Fachkräfte von der Gemeindeverwaltung, sind sich einig. Die Entsorgung beziehungsweise die Auflösung dieser Schandflecken beziffern sie auf einen Gegenwert von 30 000 Euro. „Da müssen wir schon mit schwerem Gerät arbeiten“, sagt Harald Bausch. Die Zahl ist nicht aus der Luft gegriffen. Erst im vergangenen Sommer wurde bei Ebsdorf eine wilde Müllkippe für 15 000 Euro aufgelöst. Schulz: „Schlimm ist, dass dort schon wieder Müll abgeladen wird.“

Diese billige Entsorgung soll den Verursachern jetzt teuer zu stehen kommen. „Die Arbeit der Gemeinde müssen alle bezahlen“, sagt Schulz. Jetzt sollen die wilden Müll-Entsorger angezeigt werden. Und da muss in Wittelsberg wohl die eine oder andere Person zittern, von der bereits bekannt ist, dass sie Mitverursacher ist. Die Gemeinde hat sich dazu entschlossen, verschiedene Bürgerarbeiter zu beschäftigen. „Diese Menschen können für uns unter anderem als Umweltscouts arbeiten“, sagt Schulz. Er hat darüber hinaus noch eine gute Nachricht: Im Zuge des Baus der DRK-Rettungswache bei Heskem kann nun auch der Bauhof erweitern und eine Fläche für die Anlieferung von Grün- und Strauchschnitt einrichten. Erste vorbereitende Arbeiten sind schon ausgeführt.
Dann können schon bald alle Bürger dort ihren Grünabfall zu den Öffnungszeiten des Servicehofes abgeben.

von Götz Schaub

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