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14 zusätzliche Kanu-Kilometer geplant

Zwischen Marburg und Weimar 14 zusätzliche Kanu-Kilometer geplant

Bisher bildet die Einstiegsstelle bei Roth den Beginn der Lahnfahrt für Kanuten und Paddler. Das soll sich bis 2017 ändern, meint Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel.

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Auf den rund 14 Kilometern Strecke sollen künftig Stege verbunden mit besseren Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten die Lahn attraktiver für Bootstouristen machen.

Quelle: Lahntal Tourismus Verband

Weimar. „Die Universitätsstadt Marburg will den Kanutourismus auf der Lahn stärken und dadurch das Kultur-, Natur- und Freizeitangebot der Region ausbauen. Gemeinsam mit der Gemeinde Weimar soll der Fluss durch den Bau von Stahlstegen zwischen Marburg-Stadtmitte und Roth für Kanutouristen wesentlich attraktiver werden als bisher.“ So beginnt eine Verlautbarung des Magistrats der Stadt Marburg, die sicher bei „Wassertouristen“ sehr gerne gehört wird.

Sicher wird dieser Beschluss mit viel Arbeit verbunden sein, denn in Marburg bietet bisher nur das Afföllerwehr eine Kanurutsche. Insgesamt sollen zehn Stege an fünf Wehren mit passenden Ein- und Ausstiegsstellen entstehen. Und das nicht nur in Marburg, sondern auch auf dem Gebiet der Gemeinde Weimar. „Wir wollen uns gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten an diesem Projekt beteiligen“, sagt Weimars Bürgermeister Peter Eidam. Für ihn als Vorsitzenden des Vereins Region Marburger Land ein gutes Beispiel der interkommunalen Zusammenarbeit.

Er wolle das Thema aber noch eingehend in den Gremien besprechen, kündigt Eidam an. Die ganze Idee habe nun durch den Marburger Magistratsbeschluss auch eine reelle Grundlage.

„Natürlich eröffnet das touristisch viele Möglichkeiten. Ein Ziel ist es ja, dann auch das Freilichtmuseum Zeiteninsel mit zu integrieren. Das wäre doch ideal während einer Kanutour von Marburg aus direkt an der Strecke eine solche Attraktion zu haben - inklusive Verpflegungsstation“, sagt Eidam.

Dem Tourismus komme in Marburg und in der Region eine herausragende Bedeutung auch für Arbeit, Unternehmen und Bildung zu, erläutert Vaupel weiter, „und mit dem Lahn-Tourismus erschließen wir zusätzliches Potenzial“. Hand in Hand mit dem Umland. „Ich freue mich deshalb besonders, dass wir mit einer geplanten Ausstiegsstelle am Museum Zeiteninsel bei Argenstein Kultur, Geschichte und Natur für den Tourismus verbinden können“, erklärt er.

„Wir wissen, dass Kanutouristen auch ein großes Interesse am Besuch von Sehenswürdigkeiten haben. Insoweit macht es Sinn, das Wasserwandern ab Marburg im Einklang mit dem Naturschutz zu ermöglichen und aktiv zu bewerben“, bestätigt auch Klaus Hövel, Geschäftsführer der Marburg Stadt und Land Tourismus GmbH. „So gewinnen wir weitere Tages- und Übernachtungsgäste für Marburg und das Marburger Land“, ist der Touristikfachmann überzeugt. Eine lückenlose Erschließung der Strecke von rund 14 Kilometern ermögliche es Kanutouristen, den Abschnitt zwischen Marburg und Roth auf der Lahn bei Niedrig- oder Mittelwasserstand in 3,5 bis 4 Stunden künftig gefahrlos und bequem zu befahren, meint Eidam.

Die Kosten für acht Stege liegen bei rund 45000 Euro. Zwei Stege liegen außerhalb des Fördergebietes und würden durch die Stadt Marburg finanziert. Förderfähig sind bei einer Bewilligung der Gelder durch die Region Marburger Land bis zu 18150 Euro. Der Eigenanteil könnte durch Eigenleistungen von Tourismus-Anbietern und Anlieger-Vereinen noch verringert werden. Darüber werde noch zu sprechen sein.

Die Umsetzung soll bei Bewilligung der Fördermittel im kommenden Jahr erfolgen, die Nutzung für den Kanutourismus wäre ab 2017 möglich, macht Vaupel Nägel mit Köpfen.

von Götz Schaub

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