Fans beim Spiel Eintracht Frankfurt gegen die Auswahl Marburg.
Marburg. Während kurz vor dem Anpfiff noch lange Schlangen vor den Kassenhäuschen standen, zündeten die Ultras – jene Gruppierung, die sich als harter Kern der Fanszene begreift – in ihrem Block bereits Rauchbomben und bengalische Feuer. Das Sicherheitspersonal schaute nur interessiert zu. „Wie haben die das denn an der Security vorbei bekommen?“, fragte sich Armin Schmidt, der mit seiner Frau und seiner Stieftochter im Stadion war und sich bei der Eingangskontrolle doch ziemlich gefilzt fühlte. Und noch eine Frage ging ihm durch den Kopf: Werden „richtige“ Fußballfans nicht kontrolliert, sondern nur „normale“ Männer, Frauen und Kinder?
Im Vorfeld habe man mit dem Erscheinen der Ultras gerechnet, erklärte Ralf Lerch. Sein Unternehmen RL-Security war mit 40 Ordnern für die Sicherheit verantwortlich. „Es ist auch einiges an Bengalos abgefangen worden“, sagte Lerch, dessen Team aus Gemünden/Wohra regelmäßig in der Frankfurter Arena im Einsatz ist. Im Gaßmann-Stadion sei es aber einfacher, Pyrotechnik hineinzuschmuggeln. „Wenn jemand durch den Maschendrahtzaun etwas durchreicht, wie wollen Sie das verhindern?“
von Holger Schmidt
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Kommentare
Was soll diese Berichterstattung Anwesender – 26.07.10
Der Kommentar wurde von der Redaktion entfernt. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen für Leserkommentare am Seitenfuß.Nur die SGE! BehWeh – 24.07.10
Bengalos sind nicht ungefährlich. Trotzdem ist es doch ein Offenbarungs-Eid jener "Fussball-Fans", die alles Schaltjahr mal (am besten gegen Bayern oder andere Hochglanz-Teams) ins Stadion gehen, wenn die sich durch die jene drangsaliert fühlen, die nun wirklich mehr als Familien-Ausflug mit dem Sport, dem Team und dem FanSein verbinden. Solange keine Raketen geschossen werden oder Gegenstände geworfen, ist das alles noch im Rahmen. Und eines ist klar: Die, die sich jetzt so aufspielen, finden auch, dass es einfach fett aussieht, wenn so Dinger erstmal leuchten. Und ich wiederhole mich: Nein, ungefährlich sind sie nicht. Aber das ist Autofahren auch nicht.@ Skyliner Marco – 24.07.10
Genau! Weil für die Klimaanlagen im ICE ist ja schließlich die OP verantwortlich - gell?Die Fans haben tolle Stimmung gemacht. Die meisten Leute auch Kinder fanden das super. So war etwas los und keiner ist zu Schaden gekommen. Es war ein Erlebnis!
Ultras Skyliner – 24.07.10
Wie der Begriff Ultras in den Dreck gezogen wird von der Presse. Man sollte lieber dafür Sorgen das man in ICE´s keinen Hitzschlag bekommt anstatt sich über bengalische Feuer aufzuregen und die Kontrollen zu verschärfer.Piros Adler – 24.07.10
Eintracht Fans brauchen so was, um in Stimmung zu kommen.zu Bengalos Heinrich – 24.07.10
Das finde ich genauso. Es hat rein garnichts mit Randale zu tun oder jemanden grundsätzlich was schlechtes zu tun. Es war einfach schön anzusehen und hat keinen Menschen, keinen Spieler, keinen Ordner und einfach absolut niemanden gestört. Es war einfach ein Element der schon an sich großartigen Stimmung und zwischen Vorkommnissen bei Hansa Rostock und Pyro und gezielt auf Leute und einfach seinen Verein und die Spieler lautstark und auch visuell unterstützen ist ein Himmelweiter unterschied. Ich danke den Ultras für diesen Nachmittag. No Ultras Frankfurt No Party. Ihr seit das wichtigste und ohne euch würde es nicht sein wie es ist.Bengalos Marburger – 23.07.10
So schlimm war's nun wahrhaftig nicht! Ich war mit meiner Freundin da, die fand das interessant. Und auch die Kinder um mich herum haben zwar teilweise den Rauch abbekommen. Beschwer hat sich darüber aber keins - im Gegenteil: Sie fanden spannend, was dort passierte und hatten ihren Spaß. Leider meinen manche Leute über alles meckern zu müssen. Hier finde ich es aber völlig unangebracht. Stattdessen war es ein tolles Spektakel - auf und eben auch neben dem Spielfeld!