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Fußball, Hessenliga

Tega krönt eine turbulente Schlussphase

Zwei Gegentore binnen drei Minuten machten es für Stadtallendorf in Alzenau kurz vor Schluss unnötig spannend - zur Freude der rund 300 Zuschauer, von denen einige in teils grenzwertiger Manier mitfieberten.
© Marcello Di Cicco

Alzenau. Spannung, Kampf, spielerische Klasse - über das Gebotene konnten sich die Zuschauer wahrlich nicht beschweren. Vor allem die Schlussphase im Städtischen Stadion am Prischoß dürfte so manchem in Erinnerung bleiben.

„Mir fällt es unwahrscheinlich schwer, ein Fazit zu ziehen. Ich war selten so enttäuscht nach einem Spiel“, gestand Alzenaus Trainer Jochen Seitz, der erstmals die einen Tag zuvor verpflichteten Kofi Asamoah (zuletzt SV Wehen Wiesbaden II) und Stefan Kresovic (zuletzt SVN Zweibrücken) aufbot.

Als Del-Angelo Williams nach einer Balleroberung des abermals bärenstarken Kevin Vidakovics und nach dem darauffolgenden Steilpass von Dominik Völk, der in der Anfangsphase einen Abspielfehler von Marco Fritscher zur 1:0-Führung genutzt hatte (10.), auf 2:0 erhöhte (69.), „waren wir eigentlich schon tot“, sagte Seitz, der das Engagement seiner Elf lobte.

Doch binnen 180 Sekunden kamen die Unterfranken durch den fleißigen Max Grünewald noch zum Ausgleich (86., 88.) gegen Gäste, welche die Partie zu diesem Zeitpunkt durch den allein aufs Tor zulaufenden Kevin Bartheld und den mitgelaufenen Laurin Vogt schon entschieden haben müssten (78.).

Selbstbewusstsein als Erfolgsfaktor

„Mit vier Siegen im Rücken wissen wir, dass immer etwas geht - auch wenn du kurz vor Schluss noch das 2:2 bekommst. Alzenau hat dann aber aufgemacht und wollte den Sieg holen, und ich wusste, dass wir noch eine Chance kriegen“, sagte Vidakovics. Und er lag richtig.

Der Eintracht-Kapitän höchstpersönlich schickte den eingewechselten Natnael Tega auf die Reise, der wiederum in einem hitzig und bei Hitze geführten Duell einen kühlen Kopf behielt und flach zum nicht unverdienten 3:2-Sieg der Herrenwälder traf. „Nach dem 2:2 haben wir Kampfgeist bewiesen und eine klasse Mannschaftsleistung gezeigt“, lobte Tega, der verriet: „Normalerweise lupfe ich in solchen Situationen, diesmal hat es unten links gepasst.“

Sein Coach Dragan Sicaja machte bei der Pressekonferenz das Selbstbewusstsein als Erfolgsfaktor aus: „Mit 13 Punkten im Rücken lässt sich solch eine Situation immer einfacher lösen.“

Keinen einfachen Job hatte derweil der Unparteiische Simon Heß (Heppenheim), der in einem temporeichen, technisch sehr ansehnlichen und von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägten Spiel mit wenigen Torchancen viel laufen ließ, und erst nach der Pause mit einigen Gelben Karten - sowie einer „Ampelkarte“ gegen Alzenaus Michael Ulbricht (90. + 2) - verhinderte, dass ihm die Partie entglitt.

Noch mehr zu schaffen als die Akteure auf dem Spielfeld machten dem Schiedsrichtergespann zuweilen einige Zuschauer: So gab es heftige Proteste, als der Referee einen vermeintlichen Ausgleichstreffer der Gastgeber nach einem Freistoß wegen einer Abseitsposition aberkannte (17.).

Ein aufgebrachter - offensichtlich dem Heimverein zugehöriger - Fotograf echauffierte sich darüber so sehr, dass er Stadtallendorfs Fußballabteilungsleiter Reiner Bremer, der dieselbe Beurteilung der Situation wie der Unparteiische kundgetan hatte, heftig verbal attackierte und im Zuge dessen einen Ordner aufforderte, die Tribünensitzplatzkarte von Bremer vorzeigen zu lassen.

Der Eintracht dürfte es nach dem fünften Sieg in Folge egal sein: Durch den Dreier und die Niederlagen von Watzenborn-Steinberg (0:2 gegen Hadamar) und Wiesbaden (0:1 gegen Lohfelden) hat die Sicaja-Elf nun vier Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten.

Tore: 0:1 Dominik Völk (10.), 0:2 Del-Angelo Williams (69.), 1:2, 2:2 Max Grünewald (86., 88.), 2:3 Natnael Tega (90.). Alzenau: Westenberger - Boutakhrit, Koukalias, Ulbricht, Fritscher - Steigerwald - Dauber (69. Slater), Beinenz (35. Asamoah), Grünewald - Kallina, Alexander (42. Kresovic). Stadtallendorf: Bachmeier - Atas (74. Groß), Szymanski, Vidakovics, Richardt - Arifi, Bartheld - Döringer (56. Dinler), Völk, Vogt - Williams (71. Tega). Schiedsrichter: Simon Heß (Heppenheim). Zuschauer: 300. Gelbe Karten: - / Döringer, Williams, Arifi, Dinler. Gelb-Rote Karte: Michael Ulbricht (Alzenau, 90. + 2). Beste Spieler: Grünewald / Vidakovics, Szymanski.

von Marcello Di Cicco


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