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Football

„Söldner“ stehen vor hoher Hürde

Nach vierwöchiger Pause steht den „Mercs“ am Samstag das erste Pflichtspiel seit Anfang Juli ­bevor.
Marburgs Running Back Silas Nacita soll für die Mercenaries als Quarterback bei den Saarland Hurricanes auflaufen. Foto: Hoffsteter

Marburgs Running Back Silas Nacita soll für die Mercenaries als Quarterback bei den Saarland Hurricanes auflaufen.

© Hoffsteter

Marburg . Die spielfreie Zeit nutzte das Team, um an den „Basics“ zu arbeiten. Im Lager der „Söldner“ dürften Spieler und Trainer froh sein, dass vor fünf Tagen der Kalender umgeblättert wurde und der August begann. Hinsichtlich der Ergebnisse war der Juli für die „Söldner“ nämlich ein Monat zum Vergessen: Zu Buche stehen ein 16:49 bei den Allgäu Comets, ein 0:52 gegen die Frankfurt Universe und ein ausgefallenes Auswärtsspiel bei den Munich Cowboys. Im achten Monat des Jahres soll es besser werden.

Im ersten German-Football-League-Spiel im August bekommen es die Marburger am Samstag (16 Uhr) auswärts mit den Saarland Hurricanes zu tun, gegen die das Hinspiel 21:42 verloren ging. Ein Team, das im Gegensatz zu den Mercenaries Ambitionen auf die Playoffs hat und überraschenderweise auf Tabellenplatz drei rangiert – Marburg belegt Rang sechs.

Lazarett der „Söldner“ hat sich gelichtet

Anders als die „Mercs“ haben sich die Hurricanes für einen deutschen Quarterback namens Alexander Haupert entschieden, der für einen einheimischen „Rasengeneral“ eine solide Runde spielt. Allerdings stehen in zehn Spielen bereits ebenso viele Interceptions und eine Passquote von lediglich 53,7 Prozent unterm Strich. Die Marburger Defensive hat also die Chance, aus Hauperts Fehlern Kapital zu schlagen.

Das Lazarett der „Söldner“ hat sich während der vergangenen Wochen gelichtet. „Wir sind personell besser aufgestellt und kriegen einige Leistungsträger zurück“, vermeldet Defensive Coordinator Sam Weiss, bei dessen Verteidigung das Verletzungspech ein besonders regelmäßiger Gast in dieser Saison war.

Insbesondere die Defensive­ Line dürfte aufgrund einiger Rückkehrer besser sein als zuletzt. Taktische Schulung und tiefer gehende Verinnerlichung des vor der Saison installierten Spielsystems. „Zurück zu den Basics“, wie Weiss es ausdrückt, und er ist guter Dinge, dass seine Schützlinge von der „zweiten Saisonvorbereitungsphase“ profitiert haben.

Quarterback Holt Claiborne fällt weiterhin aus

In der Offensive sind die Nachrichten aus dem Lager der „Söldner“ schlechter. Quarterback Holt Claiborne, der schon seit rund einem Monat an einer Bänderverletzung in seiner rechten Schulter – er wirft mit rechts – laboriert, wird nicht auflaufen. „Silas wird ihn in erster Linie vertreten“, sagt Weiss.

Merlin Detrois wird als primärer Running Back auflaufen. Claibornes Ausfall selbst ist bereits eine Schwächung. Eine weitere ist es, Running Back Silas Nacita nicht als Läufer, sondern als „Rasengeneral“ aufs Feld zu schicken. Doch der US-Amerikaner scheint der fähigste Ersatz-Quarterback in den Reihen der „Mercs“ zu sein.

Prunkstück des Saarländer Teams ist die Passverteidigung

Nacita, der aufgrund seiner läuferischen Extraklasse einige Male mit dem Ball unterm Arm laufen dürfte, und die durchweg jungen und weitestgehend unerfahrenen Receiver, werden am Samstag eine schwierige Hürde vor sich haben.

Denn das Prunkstück des Saarländer Teams ist zweifellos deren Passverteidigung. Lediglich 49,5 Prozent der Pässe gegnerischer Quarterbacks finden die Hände von deren Receivern, und auch die 6,6 Yards pro Pass belegen die Stärke der Saarländer Secondary.

Somit dürfte der Marburger Angriff gezwungen sein, vorrangig über den Lauf zu attackieren. Für die schlechteste Passoffensive der GFL ist das jedoch nichts Neues.
German Football League, Gruppe Süd: Munich Cowboys - Frankfurt Universe (Sa., 16 Uhr), Saarland Hurricanes - Marburg Mercenaries (Sa. 17 Uhr), Allgäu Comets - Rhein-Neckar Bandits (So., 15 Uhr).

von Benjamin Kaiser


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