1.333 Läuferinnen und Läufer liefen am Freitagabend durch Marburg. Oben links ist M-75-Sieger Georg Mühlberger vom VfL Marburg.
Marburg. Bei kühlen, regenfreien 17 Grad entschieden sich viele kurzfristig für einen Start. 921 Läuferinnen und Läufer hatten sich vorangemeldet; insgesamt nahmen schließlich 1.333 teil.
Entsprechend groß war das geduldige Gedränge auf dem historischen Marburger Marktplatz vor dem Rennen durch die Universitätsstadt. Das Gros der Aktiven hatte die Halbmarathonstrecke in Angriff genommen.
Im Ziel wurden 975 Halbmarathonläufer gezählt. Dazu meisterten 142 die gesamten 42,195 Kilometer. Außerdem wurden im Ziel 54 Staffeln registriert. Die meisten Zuschauer versammelten sich vor allem am Rudolphsplatz, um den langen Läuferlindwurm mit viel Beifall zu begleiten oder den einen oder anderen Bekannten oder Angehörigen besonders anzufeuern.
„Super gut, eine rundrum gelungene Großveranstaltung“, zog Cheforganisator Eugen Leipner vom gastgebenden Ultra Sportclub Bilanz. Bei den rund 120 Helfern und den Läufern gab es zufriedene Gesichter. Das fing beim Wetter an und endete im Ziel mit schnellen Endzeiten.
Der Sieger des Marathons, Florian Heckmann (FSK Vollmarshausen), zeigte sich im Ziel nach seinem 29. Marathonrennen in 2:48:27,5 Stunden sehr zufrieden. Es sollte nur eine schnelle Trainingseinheit werden über die volle Distanz als Vorbereitung für den Essener Baldeneyseelauf, wo er auch bereits 2010 seine Bestzeit von 2:38 Stunden lief.
Platz zwei ging überraschenderweise an den Fleckenbühler Yamal Sanhasi (SF Blau-Gelb Marburg). Er lief an diesem späten Abend zweimal durchs Ziel, das erste Mal nach 2:01 Stunden. Dieser „Weltrekord“ wurde aber schnell aufgeklärt, wurde er doch am Hirsefeldsteg falsch eingewiesen. Er musste noch die letzten 10 Kilometer in Angriff nehmen, verlor dadurch gute 5 bis 6 Minuten und steigerte dennoch seine vorjährige Debütantenbestzeit von 3:07:10,1 auf erstaunliche 2:53:32,5 Stunden.
Für eine kleine Sensation sorgte als Dritte im Feld und erste Frau Marlies Meyer (LG Rhein Erft) mit einer ausgezeichneten Zeit von 2:56:59,2 Stunden. Da musste selbst Stadionsprecher Arthur Schmidt trotz all seines Fachwissens erstaunt nachfragen, um dann festzustellen, dass sie mit dieser Zeit in der Deutschen Bestenliste auf Rang 20 liegt.
„Das war meine drittschnellste Zeit. Meine Bestzeit liegt bei 2:55,46 Stunden, aber bei diesen Bedingungen und der schönen Strecke war ich voll motiviert,“ meinte die Siegerin.
Ebenfalls noch unter der magischen Drei-Stunden-Grenze blieb der vierte Matthias Huppmann (LGV Marathon Giessen) als Seniorensieger der M 45 in 2:58:14,7 Stunden.
von unseren Redakteuren
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