Daniel Otterbein (TSV Eintracht Stadtallendorf).
Wetzlar. Gut starteten zwei Stadtallendorfer Leichtathleten in die Freiluftsaison. Daniel Otterbein stellte sich beim Bahneröffnungssportfest in Wetzlar über 100 Meter stärkster Konkurrenz. Als Fünfter im A-Finale freute sich der 21-jährige Homberger über eine Steigerung seiner Bestzeit um 1/100 Sekunde, wobei er mit 10,96 Sekunden unter 11 Sekunden blieb.
Im anschließenden 200-Meter-Rennen belegte er in ebenfalls viel versprechenden 22,32 Sekunden (nur 4 Hundertstel über der Bestzeit) den vierten Platz und zeigte sich in einem Gespräch sehr zufrieden: „Ich bin für Anfang Mai mit diesen Zeiten voll im Soll.“ Sieger wurde Hessenmeister Felix Göltl (TuS Kriftel) in schnellen 10,66 über 100 und in 21,76 Sekunden über 200 Meter.
Besser konnte auch der Start in die Freiluftsaison für Hammerwerferin Alina Genz (TSV Eintracht Stadtallendorf) beim Sportfest „Goldner Hammer“ in Dietzhölztal nicht sein. Die 18-Jährige schleuderte das 4-kg-Gerät auf die neue Bestmarke und Siegesweite von 41,56 Metern.
Oliver Hoffmann (TSV Kirchhain) war beim Hannover Marathon für die Fünftplatzierte des Frauen-Rennens, Katharina Heinig, als Tempomacher eingesetzt. Das kurzfristig angesetzte Unternehmen verlief sehr erfolgreich. „Ich bin ja noch nie 42.195 Meter am Stück gelaufen. Dies war bisher mein längster Dauerlauf im 4-Minuten-Kilometer-Schnitt. Eigentlich sollte der Einsatz ja auch nach 30 Kilometern zu Ende sein.“ Doch die Frankfurterin Heinig, Tochter der bekannten Katrin Dörre-Heinig, war auf Kurs unter 2:40 Stunden. Als der Vater an der Strecke ihn bat, als „Edelhase“, das Tempo – wenn möglich – durchzulaufen, entschied sich Oliver Hofmann, den Marathon auch zu beenden. Als dann am Ende sogar trotz der Bedingungen eine neue Bestzeit von 2:42:10 Stunden heraussprang, waren im Ziel schnell die hochsommerlichen Temperaturen und die Fußgelenkschmerzen vergessen. „Es war ein ganz neues Laufgefühl,“ meinte der 26-jährige Student.
„Ich fühlte mich gut und lief dann eben durch. Vielleicht wird dann im Herbst ein ernsthafter Citymarathon mit dem Ziel auf eine gute Endzeit gelaufen. Jetzt werde ich mich erst wieder auf meine Paradedisziplin, das Hindernislaufen konzentrieren. Da stehen in drei Wochen die Hochschulmeisterschaften an.“ Siegerin wurden die Kenianerin Georgina Rono in neuer Streckenrekordzeit von 2:31,19 Stunden. Bei den Männern setzte sich der Südafrikaner Lusapho April in 2:09:25 Stunden durch.
Beim Prag-Marathon verbunden mit den Polizei-Weltmeisterschaften startete Lars Siegmund (SF Blau-Gelb Marburg) erfolgreich. Der 33-jährige Bereitschaftspolizist in Lich kam als 10. der WM-Polizeiwertung als bester Deutscher nach guten 2:39:49 Stunden als Gesamt 56. ins Ziel auf dem zentral gelegenen Wenzelsplatz. „Es war schon ein hartes Stück Fußarbeit, denn so schwer hatte ich mir den Marathon nicht vorgestellt. Die langen Passagen mit Kopfsteinpflaster und dazu noch acht große Brücken über die Moldau, unter anderem die Karlsbrücke, kosteten am Ende doch viel Körner und Zeit.“
Der Kenianer Benson Kipchumba Barus gewann in der guten Zeit von 2:07:06 Stunden. Bei den Frauen siegte seine Landsfrau Lydia Cheromei in 2:22:34 Stunden.
von unseren Redakteuren
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