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Rugby

Nationalteam verkauft sich gut

Marburgerin sammelt bei „USA Sevens“ in Las Vegas wertvolle Erfahrungen gegen Spitzenteams: Nach ihrem ersten Einsatz im vergangenen Jahr bei der Europameisterschaft wurde Jenny Naruhn (Rugby Union Marburg) erneut in den Nationalkader berufen.
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Aufwärmen in der amerikanischen Wüste: Die deutsche Nationalmannschaft mit der Marburgerin Jenny Naruhn (vorne Mitte).

© Privatfoto

Marburg. Mit dem 4. Platz bei der Europameisterschaft 2009 hat das Frauenteam der deutschen 7er-Rugbynationalmannschaft auf sich aufmerksam gemacht und wurde nun zum drittgrößten 7er-Turnier der Welt, den „USA Sevens“, nach Las Vegas eingeladen. Unter den Teilnehmern waren viele große Rugbynationen wie Neuseeland, Australien, Südafrika und England. Nominiert für die Reise in die Staaten war auch Jenny Naruhn von der Rugby Union Marburg. Zahlreiche Lehrgänge mit intensiven Trainingseinheiten und Leistungstests waren der Nominierung vorausgegangen.

Dann entschied sich Nationaltrainerin Susanne Wiedemann, die 25-Jährige auf den Trip in die US-amerikanische Wüstenmetropole mitzunehmen. Viel Zeit für den berühmten Las Vegas Strip gab es dann allerdings nicht. Nur 90 Minuten hatte der deutsche Nationalkader, um etwas von der weltbekannten Hotelmeile zu sehen. Schon in den Qualifikationsspielen warteten hochkarätige Gegner auf das junge deutsche Team. Das Auftaktspiel bestritt die Mannschaft von Susanne Wiedemann gegen „USA White“, das A-Team der Vereinigten Staaten. Zur Halbzeit stand es 14:7 für die Amerikanerinnen und nach einer umkämpften zweiten Halbzeit unterlag das deutsche Team mit 12:29.

Das nächste und letzte Poolspiel wurde nicht leichter. Gegner war das starke chinesische Team, das bereits das 7er-Turnier in Hongkong für sich entscheiden konnte. Aber erneut zeigte das deutsche Team, dass es sich vom großen Namen nicht einschüchtern ließ und verlor mit nur einem Versuch Rückstand gegen den späteren Finalteilnehmer mit 19:24. Deutlicher fiel das Ergebnis im Spiel gegen die französische Mannschaft aus, das mit 0:29 verloren ging. Im letzten Spiel des Tages ging es damit um Platz 5. Gegner war „USA Blue“, das B-Team der USA, das bis dahin ebenfalls kein Spiel für sich entscheiden konnte. Den deutschen Ruggerinnen gelang es in diesem Spiel nicht, spielerisch an die vorhergehenden Leiszungen anzusknüpfen, sodass die Amerikanerinnen mit 38:12 die Oberhand behielten.

Das Finale zwischen „USA White“ und China fand im Sam Boyd Stadium vor einer eindrucksvollen Kulisse statt. Die chinesische Mannschaft, die gegen Deutschland nur knapp gewinnen konnte, besiegte die USA mit 10:0 und durfte den Pokal mit nach Hause nehmen. Trotz der anstrengenden Woche zeigte sich das deutsche Team begeistert von den vielen Erfahrungen und Eindrücken. Der Trainerstab und die Spielerinnen blicken nach vorne und freuen sich auf die kommenden, monatlichen Trainingscamps, denn die Mannschaft hat viel Potenzial. Der nächste Termin steht im Mai auf dem Plan: Dann geht es zu den Amsterdam Sevens, bevor die Europameisterschaft im Juli in Moskau stattfindet. Alle Turniere sind jedoch nur Zwischenstopps auf dem Weg zum großen Ziel: der Qualifikation für die Olympischen Spielen 2016.


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