Zabih Saighani (rechts) klärt gegen Wetzlars bundesligaerfahrenen Stürmer Claudius „Poldy“ Weber.
Wetzlar. „Unter dem Strich bin ich sehr zufrieden, wenn man bedenkt, dass wir keine optimale Vorbereitung hatten und mit fünf Spielern ohne Hessenliga-Erfahrung angetreten sind“, zog VfB-Coach Vladimir Kovacevic ein positives Fazit nach dem Abpfiff. Nur wenige Sekunden zuvor musste der Marburger Trainer eine Schrecksekunde wegstecken: Denn mit dem Schlusspfiff hatte der eingewechselte Stefan Hocker das Leder nur an die Latte geköpft (90 + 2).
Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Domstädter vor einer stattlichen Kulisse von gut 700 Zuschauern bereits über 40 Minuten um den Siegtreffer bemüht. Zu viele Fehlpässe und zu viele Ungenauigkeiten vor dem Marburger Kasten sorgten jedoch dafür, dass die im zweiten Abschnitt spielbestimmenden Gastgeber aus ihren Möglichkeiten keinen Nutzen ziehen konnten.
Erst nach 20 Minuten fanden die Platzherren richtig ins Spiel, das in der Anfangsphase klar vom VfB bestimmt wurde. Die Marburger bemühten sich mit einigem Erfolg um einen geordneten Spielaufbau. Bereits nach vier Minuten vergab Emanuel Haas, der im zentralen Mittelfeld der Gäste wichtige Impulse setzte, die erste gute Einschussmöglichkeit.
Die Eintracht tat sich zunächst schwer, versuchte sie es doch anfangs immer wieder mit langen Bällen auf den quirligen Claudius Weber, der von Innenverteidiger Zabih Saighani jedoch über weite Strecken kaltgestellt wurde. So kam es etwas überraschend, dass die Gastgeber nur wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff in Führung gingen.
Über den linken Flügel, auf dem VfB-Außenverteidiger Daniel Hoss in drei Zweikampfszenen alles andere als gut aussah, bediente Andreas Baufeldt Ex-Profi Matthias Hagner, der sich am kurzen Pfosten gegen Marco D‘Ambrosio durchgesetzt hatte und mühelos zur 1:0-Führung einköpfte (45.).
„Dass wir gerade zu diesem Zeitpunkt in Rückstand geraten sind, war bitter. Die Mannschaft hat danach aber super gestanden und gearbeitet“, lobte Kovacevic die Leistung seiner Schützlinge, die nach dem Seitenwechsel prompt antworteten. Einen Stockfehler von Kristian Leonhardt nutzte Carlos Arsenio eiskalt aus, um sich den Ball zu ergattern und allein vor Eintracht-Keeper Kamber Koc stehend den Ausgleich herbeizuführen (49.). In der Folge zog sich der VfB zurück, machte in der eigenen Hälfte die Räume eng und beschränkte sich aufs Kontern – jedoch ohne weiteren Erfolg.
„Jetzt freuen wir uns auf das Derby gegen Stadtallendorf am Dienstag“, sagte Kovacevic, der nach zähen Vertragsverhandlungen in der laufenden Runde nun definitiv doch auf die Dienste von Zabih Saighani und Junior Hull zurückgreifen kann. „Die beiden sind immens wichtig für uns“, erklärte Kovacevic.
von Marcello Di Cicco
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Kommentare
VFB Marburg Bernd – 02.08.10
Kompliement für die Marburger. Ich hatte das Gefühl es steht eine Manschaft auf dem Feld die sehr eng zusammen gerückt war, und das hat mir sehr gefallen. Poldi Weber hatte überhaupt keine Chance gegen den Marburger Zabih Saighani. Klasse leistung von den Marburger.