Jannis Kahlke aus Argenstein will nach seinen bisherigen Erfolgen versuchen, künftig im Profigeschäft Fuß zu fassen.
Argenstein. Wenn Jannis Kahlke vom TV Marburg von seiner Leidenschaft, dem Tennis-Sport, spricht, dann hat dies schon etwas Abgeklärtes und Sachliches, was keineswegs selbstverständlich ist für einen 16-Jährigen. „Erfolgsdruck empfinde ich überhaupt nicht“, sagt der Vorzeigeathlet aus dem Weimarer Ortsteil Argenstein.
Erst vor wenigen Wochen gewann Kahlke den deutschen Meistertitel im U-16-Einzel. In der Weltrangliste des Jahrgangs 1994 rangiert er derzeit unter den Top 15.
Es ist nicht der Alltag eines „gewöhnlichen“ Jugendlichen, den der Kaderspieler des Deutschen Tennis-Bundes erlebt. Dreimal pro Woche fährt er nach der Schule nach Offenbach, wo er von Felix Glattbach trainiert wird. Seit Anfang Juli hat Kahlke nun seinen Realschulabschluss, den er an der Gesamtschule Niederwalgern erworben hat, in der Tasche und möchte nun den ganz großen Schritt ins „Profigeschäft“ wagen.
Ab August wird Kahlke wohl bei Ex-Profi Mark-Kevin Goellner an dessen Kölner Tennisakademie fünf- bis sechsmal pro Woche trainieren. Selbstverständlich hätte das einen Wohnortwechsel in die Domstadt zur Folge. Seine Ziele seien es, dort unter anderem einen Verein zu finden, wo er auf hohem Niveau spielen kann und sich so sportlich weiterzuentwickeln.
Dass diese Entwicklung überhaupt möglich war, führt er in großem Maße auf sein Umfeld zurück. Der große Kreis, der aus Familie, Trainern und dem Hessischen Tennis-Verband besteht, mache diesen Erfolg erst möglich. Auch die Zusammenarbeit mit dem Sportgeschäft „Sporttreff“ in Marburg und dem Ausstatter „Topspin“ sei ein nicht zu verachtender Baustein des Erfolgs.
von Marcello Di Cicco
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