Junge Marburger Fechterinnen und Fechter stellten ihr Können beim Turnier in Maintal unter Beweis: Isabelle Gombert (von links), Annika Graf, Trainer Fabian Sälzer, Rebekka Retler, Merle Skrzypek, Marie Heller, Torben Skrzypek, Lukas Retler und Justus Heller.
Marburg. Als Erstes starteten die B-Jugend Herren. Im Wettkampf des Jahrgangs 1996 trat Torben Skrzypek an, im Jahrgang 1997 Daniel Gombert und Lukas Retler. Torben Skrzypek hatte mit sehr starken Gegnern zu kämpfen, lieferte aber eine respektable Leistung ab und wurde Zwölfter. Mehr Glück schien den beiden 97er Fechtern beschieden zu sein. Souverän meisterte Daniel Gombert die Vorrunde, in der er kein Gefecht verloren geben musste.
Lukas Retler, durch Krankheit und Antibiotikaeinnahme geschwächt, konnte sein gesamtes Potenzial nicht abrufen und musste in der Vorrunde zwei Gefechte abgeben. Dennoch arbeiteten sich beide bis ins Halbfinale vor, wo sie dann aufeinander trafen. Nach einem spannenden Schlagabtausch konnte schließlich Daniel Gombert den Sieg gegen seinen Vereinskameraden erringen, und Lukas Retler gewann verdient eine Bronzemedaille. Gombert unterlag im anschließenden Finalgefecht seinem starken Konkurrenten und freute sich über Platz zwei.
Bei den Damen im Jahrgang 1997 starteten die Zwillingsschwestern der Medaillengewinner, Isabelle Gombert und Rebekka Retler, sowie Marie Heller, die gemeinsam mit ihren Vereinskameradinnen Annika Graf (Jahrgang 1996) und Merle Skrzypek (2000) erst vor kurzem die Turnierreifeprüfung abgelegt hatte und mit ihnen ihr erstes Turnier bestritt. Isabelle Gombert und Rebekka Retler schlugen sich gewohnt gut durch das Turnier. Marie Heller war die Nervosität und die fehlende Erfahrung anzumerken, trotzdem lieferte sie einige gute Gefechte ab und überraschte mit Platz sieben.
Isabelle Gombert, die nach einem Formtief wieder zurück auf die Planche gefunden hatte, musste sich in der Vorrunde wieder an das Wettkampfniveau heranarbeiten und belegte Platz fünf. Rebekka Retler hingegen dominierte wie gewohnt das Feld und erreichte das Halbfinale vor. Dort musste sie gegen eine starke Gegnerin all ihr Können und ihren Kampfgeist aufbringen – und gewann. Im Finale düpierte sie ihre Konkurrentin um Platz eins mit 10:2 und gewann souverän die Goldene Maske.
Im Damen-Wettkampf der B-Jugendlichen des Jahrgangs 1996 trat Annika Graf, die erst seit November 2009 ficht, ebenfalls ihr erstes Turnier an. Sie ließ sich von ihren Gegnerinnen wenig beeindrucken und versuchte, ihre Linie im Wettkampf zu finden. Nach einigen Gefechten, in denen sie schöne Treffer setzen konnte, einige Treffer kassieren musste und auch Treffer von einem unaufmerksamen Kampfrichter nicht zugesprochen bekam, stand sie im Viertelfinale. Schnell lag sie 2:7 hinten. Doch nach einer grandiosen Aufholjagd drehte Annika Graf das Gefecht, gewann 10:8 und zog ins Halbfinale ein. Dort traf sie auf eine der Favoritinnen des Turniers und geriet in Rückstand. Doch angespornt durch ihren vorangegangen Erfolg gewann sie auch dieses Gefecht.
Eine Nachricht von der Turnierleitung dämpfte das Hochgefühl: Das Gefecht drohte annulliert zu werden, weil sich ein Setzfehler eingeschlichen hatte. Nach einigen Minuten des Bangens stand aber fest, dass Graf im Finale stehen würde. Auch hier verlangte sie ihrer Gegnerin ihr volles Können ab und verlor knapp 8:10. Doch von Enttäuschung keine Spur: Die junge Sportlerin freute sich über Silber mehr als mancher über Gold. Auch die Schüler des VfL Marburg bekamen ihre Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. Bei den Herren im Jahrgang 99 startete Justus Heller und Merle Skrzypek bei den Damen im Jahrgang 2000. Justus Heller konnte einen guten achten Platz vorweisen und Merle Skrzypek auf ihrem ersten Turnier sogar die Bronzemedaille erkämpfen.
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