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Fußball, Verbandsliga

FSV Schröck lässt Punkte liegen

Nach Spielende waren sich am Elisabethbrunnen alle Zuschauer, Spieler und Funktionäre einig: Dieses Spiel hätte der FSV Schröck niemals verlieren dürfen.
Der Schröcker Mehmet Kocak (rechts) setzt sich im Zweikampf gegen Wörsdorfs Nico Heupt durch.

Der Schröcker Mehmet Kocak (rechts) setzt sich im Zweikampf gegen Wörsdorfs Nico Heupt durch.

© Michael Hoffsteter

Schröck. Aber aufgrund einer pomadigen Schlussphase schenkte die Mannschaft von Trainer Markus Kubonik am Samstag in der Verbandsliga Mitte leichtsinnig drei sicher geglaubte Punkte her, verpasste es, sich für die zwischenzeitliche starke Aufholjagd zu belohnen und unterlag Aufsteiger TSG Wörsdorf mit 3:5 (1:2).

„Das war ein ganz komisches Spiel für uns“, bemühte sich Kubonik in der anschließenden Pressekonferenz um eine Einordnung. „Wir konnten uns heute nur selbst schlagen. Daraus müssen wir jetzt lernen.“ Auch Gäste-Trainer Thorsten Barg pflichtete seinem Kollegen bei: „Schröck war die deutlich bessere Mannschaft.“

Dabei sah zunächst noch alles vielversprechend aus. Von Beginn an nahm der FSV im Spiel zweier stark ersatzgeschwächter Mannschaften das Heft in die Hand und kam schnell zu ersten Torchancen. Erst köpfte Matthias Pape am langen Pfosten über das Tor (3.), dann zeigte Andreas Schoch nach zwei langen Bällen Schwächen mit dem linken Fuß (5., 12.). In der Zwischenzeit hatte Lukas Greb nach einer kurz ausgeführten Ecke mit seiner „Schussflanke“ sogar die Torlatte getroffen (11.).

Wörsdorf zog sich weit zurück. Als der Idsteiner Stadtteilverein dann aber doch mal früher attackierte, zahlte sich dies umgehend aus: Die Barg-Elf presste früh, zwang FSV-Schlussmann Florian Eidam zu einem Abspielfehler und erzielte in Person von Nils Balder das 1:0 (17.). In der Folge zeigten sich die Gastgeber auf einmal verunsichert und verloren auffallend viele Kopfballduelle.

Symptomatisch dann auch das 0:2: Einen langen Ball von TSG-Keeper Andreas Ries verlängerte Stürmer Christian Neumann auf Linksaußen Tarik Haroun, der auf Balder querlegte. Aus ähnlich zentraler Position wie beim 1:0 markierte der Angreifer dann auch seinen zweiten Treffer (40.). Pape verkürzte noch vor dem Seitenwechsel durch einen satten Distanzschuss immerhin auf 1:2 (41.).

Heimmannschaft geht verdient in Führung

Nach der Pause drehte die Heimmannschaft dann wieder auf und ging hochverdient in Führung. Nach einer Flanke von Roman Herdt legte Schoch den Ball stark mit der Brust auf Panagiotis Apostolou ab. Der eingewechselte Mittelfeldspieler, der am selben Tag seinen 20. Geburtstag feierte, traf Volley zum 2:2 (53.). Kurz darauf erzielte Mehmet Kocak mit einem Schuss aus 20 Metern sogar das 3:2 (56.). Das Momentum war wieder umgeschlagen.

„Meine Mannschaft war nach dem 2:3 zeitweise relativ tot“, fasste TSG-Coach Barg das Spiel bis dahin zusammen. Wörsdorf war sichtbar angeknockt, Schröck verpasste es aber, die endgültige Entscheidung herbeizuführen und kam bis auf zwei Schussgelegenheiten von Schoch aus spitzem Winkel (64., 83.) nicht mehr vor das gegnerische Tor.

Es kam, wie es kommen musste: Einen langen Ball verlängerte Neumann per Kopf auf Maximilian Meuth, der aus kurzer Distanz den Ausgleich erzielte (84.). Der FSV war davon sichtlich geschockt und geriet wenig später sogar erneut in Rückstand. Tobias Bellin zog nach einem langen Zuspiel in die Mitte und traf aus 18 Metern flach ins rechte Eck (86.). Der Spielverlauf war nun auf den Kopf gestellt.

Die Gastgeber hatten nach einer Flanke des stark verbesserten Linksverteidigers Luca Ursprung zwar noch die Chance auf den Ausgleich. Schoch köpfte aber am langen Pfosten vorbei (90.). Auf der Gegenseite machten die Gäste mit einem Konter über Neumann und mit dem dritten Treffer von Balder in der Nachspielzeit schließlich alles klar (90.+1).

Tore: 0:1 Nils Balder (17.), 0:2 Balder (40.), 1:2 Matthias Pape (41.), 2:2 Panagiotis Apostolou (53.), 3:2 Mehmet Kocak (56.), 3:3 Maximilian Meuth (84.), 3:4 Tobias Bellin (87.), 3:5 Balder (90.+1). FSV Schröck: F. Eidam - Greb, Pfalz, Braß, Ursprung - Herdt, Kocak, Schäfer (46. Apostolou), Willershausen - Schoch, Pape (73. Mania). TSG Wörsdorf: Ries - Bellin, Bonß, Paul, Buff - Hasenstab (63. Oestereich), Meuth, Heupt, Haroun (87. Bodor) - Balder, Neumann. Schiedsrichterin: Stadler (Fulda). Zuschauer: 120. Gelbe Karten: Herdt, Mania / Heupt. Beste Spieler: Ursprung, Kocak / Balder, Meuth.

von Tobias Kunz


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