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Marburg

Das Unmögliche möglich machen

Mit dem Ziel, „das Unmögliche – den Klassenerhalt – doch noch möglich zu machen“, hat Hartmut Huber als neuer Trainer beim Verbandsligisten VfB Marburg seine Arbeit aufgenommen.

Soll für Schwung und Tore sorgen: Cevahir Kilercioglu (rechts) kehrt vom Ligakonkurrenten FSV Schröck an die Gisselberger Straße zurück.

© Thorsten Richter

Marburg. „Zweifellos hätte ich es auch ruhiger haben können, denn die Ausgangslage beim VfB ist mit schwierig sicher untertrieben“, räumt der 54-jährige Coach ein, der vor wenigen Wochen als Nachfolger des zurückgetretenen Mirko Gut vom Gruppenligisten Eintracht Stadtallendorf II an die Gisselberger Straße wechselte.

„Aber“, so fährt Huber fort, „ich habe nach der Anfrage des VfB den sportlichen Ehrgeiz gespürt, zu helfen. Außerdem reizt mich die  Aufgabe, etliche A-Junioren-Spieler an die Seniorenmannschaft heranzuführen.“

Die Ausgangslage beim VfB Marburg ist allerdings nicht rosig: Mit 18 Punkten liegt die Mannschaft auf dem drittletzten Rang, bereits neun Zähler hinter dem Relegationsplatz.

Nur 21 Tore – nur die TSG Wieseck erzielte weniger – stehen zu Buche, dafür musste der VfB schon 51 Gegentreffer hinnehmen, die drittmeisten der Liga.

Deshalb richtet Huber in seiner bisherigen Trainingsarbeit neben der Aufarbeitung körperlicher Defizite das Hauptaugenmerk auf eine Verbesserung des Defensiv-Verhaltens sowie der Torgefährlichkeit.
Nach dem Abgang von Junior Hull (FSV Buchenau) und Tim Acker (TuS Erndtebrück) muss Huber eine neue Formation finden.

Dabei setzt Huber in erste Linie auf Aydin Abali und Martin Stengel, war aber beim 2:1-Testspielsieg über den TSV Mengsberg auch mit Kai Schnitzer auf dieser Position sehr zufrieden.

Im Mittelfeld verspricht sich Huber vor allem von den beiden Winter-Neuzugängen Benjamin Schacht und Erik Baltrusch neuen Schwung. „Beide spielen einen guten Sechser, sind lauf- und kampfstark“, schätzt Huber das Duo aus den neuen Bundesländern nach den ersten Trainingseindrücken als Verstärkung ein. Allerdings wird Schacht erst eine Woche nach dem Restrundenstart spielberechtigt sein.

Zugänge: Andrei Sitolenko (Dordoi Dinamo/Kirgisien; Tor), Akci Canner (FSG Südkreis; Abwehr), Erki Baltrusch (TSV Graal-Müritz), Benjamin Schacht (Malchower SV; beide Mittelfeld), Ibrahim El Emrani (DJK Friesdorf), Cevahir Kilercioglu (FSV Schröck; beide Angriff).

von Frank Steinhoff-Wolfart

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