Mit dem Ventus 2 cxa überfliegt Werner Meuser nach dem ersten Wertungsflug in Szeged die Ziellinie.
Szeged/Ungarn. Die 337,3 Kilometer lange Flug-Aufgabe um fünf Wendepunkte absolvierte der zweifache Weltmeister mit Tagesplatz 13 und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 97,7 Stundenkilometern.
Eine Wolkenabschirmung im Westen forderte von den Piloten einiges ab. Immer wieder musste tief herabgeglitten werden, um den rettenden Aufwind zu finden. „Für mich und meinen Teampartner Reinhard Schramme war dies ein taktischer Flug“, sagt der heimische Thermikspezialist. Mit dem Ergebnis konnte er dann auch gut leben. „Wichtig ist es, anfangs in den Rhythmus zu kommen und zumindest in den vorderen Plätzen zu landen“ so Meuser. Denn mit zu viel Risiko droht eine Außenlandung die durch das Punktesystem in der Regel nicht mehr aufzuholen ist.
Pechvogel im deutschen Team, war am ersten Flugtag Georg Theisinger in der 15-Meter Klasse. Nach 113,3 km musste er auf einem Acker landen und hat wohl keine Chance mehr, ganz nach vorne zu fliegen. Meuser hatte aber keinen Tiefpunkt zu verzeichnen. „Tiefer als 700 Meter über dem Boden war ich nie“, resümiert der Mann aus Kirchhain. Mit langen Wasserfahnen schwebten die Segelflugzeuge dann in Szeged ein. Denn bei Wettbewerbsflügen werden die Segelflugzeuge mit bis zu 150 Liter Wasser betankt, damit die Gleitleistung im höheren Geschwindigkeitsbereich hoch bleibt. „Muss man aufgrund schwacher Thermik das Wasser ablassen, hat man keine Chance noch ballastschweren Segelflugzeugen zu folgen“, erklärt Meuser.
Ergebnisse 18-Meter-Klasse Wertungsflug eins Racing Task 337,3 km: 1. Karol Staryszak (Polen, ASG-29/ 104,3 Km/h/ 1000 Punkte), 2. Ronald Termaat (Niederlande, JS-1/ 102,8/97), 3. Rien Bastiaase (Niederlande, ASG 29/102,4/975), 13. Werner Meuser (Deutschland, Ventus 2/97,7/911).
von Lothar Schwark
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