Herne. Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic brachte es auf den Punkt: „Wir haben in wichtigen Momenten die falschen Entscheidungen getroffen.“ Die letzten Szenen vor der Halbzeitpause waren dafür symptomatisch: Die Gäste führten bei noch 12 Sekunden Spielzeit mit 40:35.
Anstatt die Zeit bis kurz vor Schluss herunterzuspielen, nahm man sofort einen Schuss von der Dreier-Linie. Der ging daneben und im Gegenzug kam Minja Terzic ohne all zu viel Gegenwehr unmittelbar vor der Sirene zu einem glücklichen Dreier und entließ ihr Team mit dem besseren Gefühl in die Kabine.
Die Niederlage an einer Aktion festzumachen, wäre natürlich verfehlt. Doch legte Marburg oftmals eine schlechte Wurfauswahl an den Tag, hatte bei dem einen oder anderen Versuch auch etwas Pech.
In der Verteidigung waren die Gastgeberinnen meist ein Quäntchen aggressiver. Das sah auch HTC-Coach Marek Piotrowksi so: „Wir haben gefightet und gegen einen starken Gegner nicht viele Möglichkeiten zugelassen.“
Trotz der Niederlage sah Aleksandra Kojic auch das Positive. Sie freute sich besonders über die Leistung der immer besser in Fahrt kommenden Karolin Holtz und blickte kämpferisch nach vorne: „Unser Saisonziel, unter die ersten Vier zu kommen, haben wir natürlich noch nicht aus den Augen verloren.“
von Marcus Richter
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