Hoppla! Wasserburgs Krystal Vaughn kommt gegen die Marburgerin Lisa Koop (links) zu Fall.
Wasserburg. Riesenjubel bei acht Spielerinnen im blauen Trikot.
Ungläubiges Staunen bei den sechs mitgereisten BC-Fans. Doch die roten Lämpchen der schwarzen Anzeigetafel lügen nicht: Wasserburg 66, Marburg 80.
Der „Fluch von Wasserburg“ ist endlich besiegt. Seit dem 5. Playoff-Finale um die Deutsch Meisterschaft vor achteinhalb Jahren, das Marburg gewonnen hatte, gelang im 17. Versuch wieder einmal ein Erfolg beim TSV.
„Wir haben sehr gut als Team zusammengespielt“, freute sich BC-Trainerin Aleks Kojic nach einem Match, das am Ende nicht so spannend war wie die vergangenen Auftritte des BC.
Ein Sonderlob zollte die Übungsleiterin Natalie Gohrke: „Ihre sieben Rebounds und vier Steals waren enorm wichtig. Und das, wo sie die vergangenen Wochen krank war.“
Auch der amtierende Deutsche Meister aus Bayern hat derzeit arge Verletzungsprobleme. Die erst am Freitag verpflichtete Gina Moore kam noch nicht zum Einsatz. Doch zeigten die „Blue Dolphins“ phasenweise brillianten Basketball. „Bravo, ihr habt‘s gut gespielt“, klopften sogar eingefleischte Wasserburg-Anhänger den Gästen anerkennend auf die Schulter.
Die Uni-Städterinnen sprühten gerade so vor Spielfreude. 19 Assists sprechen für die mannschaftsdienliche Spielweise. Immer wieder gelang es ihnen, die TSV-Abwehr aus den Angeln zu heben und freie Würfe unter dem Korb zu kreieren.
Und – anders als in den vergangenen Auftritten auf fremdem Parkett – ließen die BC-Frauen kaum mehr eine einfache Möglichkeit aus.
von Marcus Richter und Michael E. Schmidt
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