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„Am Ende ein sportliches Vorbild“

Sportprojekt in Stadtallendorf „Am Ende ein sportliches Vorbild“

„Shape up“ ist zu einer ­Erfolgsgeschichte für ­Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene geworden. Am 6. Februar beginnt ein neuer Kurs. Das Projekt schweißt Gruppen zusammen und animiert zur Bewegung.

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Eine Teilnehmergruppe des „Shape-up“-Projekts treibt Sport in der Freizeithalle im Stadtallen­dorfer Südstadtkiosk.

Quelle: Sebastian Habura

Stadtallendorf. Was im Februar vergangenen Jahres als einzelnes Projekt begann, hat eine Eigendynamik entwickelt, die keiner der Organisatoren erwartet hätte. „Shape up“ bedeutet sehr frei übersetzt „bring Dich in Form“, eine englische Vokabel für ein ganz besonderes Fitnessprogramm unter professioneller Anleitung. Immer mit einem Ziel vor Augen.

Beim Start war es der „Tough Mudder“, eine sportlich sehr anspruchsvolle Großveranstaltung, bei der die Teilnehmer an die Grenzen ihrer Ausdauer gebracht werden. Unvorbereitet geht man als Hobbysportler dabei unter.

Mittlerweile haben es zwei verschiedene Gruppen bei „Tough Mudder“ in verschiedenen Regionen geschafft. Sie sind während der Trainingsabende in der Freizeithalle, am Trimm-Pfad oder auch mal im Wald oder im Fitnessstudio jeweils zu einer Einheit zusammengewachsen. Ein pädagogischer Effekt gerade bei Jugendlichen, den sich Streetworker Sebastian Habura genauso gewünscht hatte.

Fortsetzung hängt an Fördermitteln

Sehr schnell kam der Zeitpunkt, wo sich weder Habura noch Christian Köller um Interesse an weiteren Projekten nach dem „Shape-up“-Prinzip sorgen mussten ( die OP berichtete). Eine große, wenn nicht die zentrale Rolle hat dabei das soziale Netzwerk Facebook gespielt. Im vergangenen Jahr gab es ein besonderes Programm für die ganz jungen Sportler mit eigener Abschlussveranstaltung. Erstmals fand außerdem eine „Shape-up-Gruppe“ mit Jugendlichen statt, die durch eine Behinderung beeinträchtigt wurden, es ging um Inklusion in Reinkultur.

Von 15 Jugendlichen hatten 3 eine Behinderung. Jennifer Petzi habe die Jugendlichen mit Behinderung besonders begleitet und betreut, erläutert Habura. „Es hat gut begonnen und hat super geendet“, fasst es der Mitarbeiter der Stadtjugendpflege zusammen. Es gab ganz persönliche Erfolgserlebnisse. So sei ein Teilnehmer zu Beginn nach zehn Metern Laufen außer Puste gewesen. „Am Ende war er ein sportliches Vorbild für die Gruppe“, sagt Habura. Eine Wiederholung hängt davon ab, ob eine weitere Förderung genehmigt wird, die zunächst beantragt werden muss.

„Shape up“ für Jugendliche und junge Erwachsene geht unabhängig davon in jedem Falle weiter. Das neue Angebot soll am 6. Februar starten, kündigt Habura an. Es richtet sich an Menschen im Alter zwischen 16 und 27 Jahren.

Weitere Informationen gibt es im Südstadtkiosk, per Mail an sebastian.habura@stadtallendorf.de oder bei Facebook auf Streetwork Stadtallendorf.

von Michael Rinde

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