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Zwölfeck bietet Kindern ein Heim

Kindertagesstätte Sonnenkinder Zwölfeck bietet Kindern ein Heim

Wer am Kirchhainer Freibad einige Meter weiter gradeaus läuft, erblickt das ungewöhnliche Dach der neuen, zwölfeckigen Kindertagesstätte Sonnenkinder.

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Das Erzieherinnenteam freute sich über die offizielle Schlüsselübergabe. Rechtes Bild: Uwe Pöppler musste in die Knie gehen, um sich an einem Kinderbecken die Hände zu waschen.

Quelle: Michael Rinde

Kirchhain. „Sieht aus, als wäre ein Ufo gelandet“, bemerkte eine Besucherin der Einweihungsfeier am Freitagnachmittag beim Weg zur neuen Kirchhainer Krabbelstube. Für die 40 Kinder unter drei Jahren, ihre Erzieherinnen und die Eltern ist das ungewöhnlich aussehende Gebäude in den vergangenen Wochen zu einer Heimstätte geworden. Das kam bei der Einweihungsfeier für den Neubau deutlich rüber.

Aufgrund des Alters der Kinder hatten die Erzieherinnen darauf verzichtet, mit ihnen ein Lied einzustudieren. Mitten im Zwölfeck prangt eine große, sternförmige Sonne, überragt von einer bläulichen Kuppel. Drumherum reihen sich die fünf Gruppenkomplexe mit ihren für die Kinder passgenau geplanten Toiletten und Schlafräumen.

„Das sieht ja aus wie bei Schneewittchen“, bemerkte ein Besucher beim Blick auf die winzigen Bettchen. Die zurzeit 40 Kinder sind zwischen 6 Monate und 3 Jahre alt.
Zwei Gruppen sind aus der bisherigen Krabbelstube Schwalbennest in den Neubau umgezogen, zwei weitere neu entstanden. Im August öffnet die fünfte Gruppe. Die Stadt hat sich entschieden, den Betrieb der neuen Krabbelstube schrittweise zu beginnen.

Karin Welker, die schon das Schwalbennest leitete, ist die Leiterin der Krabbelstube Sonnenkinder. Bürgermeister Jochen Kirchner würdigte ihren großen Einsatz während der Planung und der Bauphase.

Nicht nur baulich, sondern auch inhaltlich habe sich in Kirchhains Kindertagesstätten in den vergangenen Jahren vieles verändert, mehr, als in vielen Jahrzehnten vorher zusammen, meinte Kirchner. Inzwischen verbringen Kinder unter drei Jahren die größte Zeit des Tages in Kindertagesstätte und Krabbelstube. Erzieherinnen übernehmen Erziehungsaufgaben, bis hin zur Alltäglichkeit des Zähneputzens.

Karin Welker freut es, dass auch das Schwalbennest nach einer Renovierung im nächsten Jahr eine Zukunft hat. Sie hob das große Engagement von Eltern aber auch manchen Spendern für das neue Domizil hervor. Solar Wagner finanzierte beispielsweise die Einrichtung von gleich zwei Gruppen. Eltern packten mit an, als es um den Umzug ging.

Für die Eltern war der symbolisch gedachte Umzug Anfang Mai, die Kinder liefen von der alten zur neuen Krabbelstube, ein besonderes Erlebnis. An jenem Samstagvormittag hätten die Kinder ihre neuen Räume gleich in Besitz genommen, erinnert sich Elternbeiratsvorsitzende Juliane Wahrendorf-Weber zurück.

von Michael Rinde

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