Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Zweieinhalb Stunden sind noch nicht genug

Grandioses Jubiläumskonzert Zweieinhalb Stunden sind noch nicht genug

Die Mitglieder des Jubiläumsorchesters bereiteten sich und den Besuchern im überfüllten Mardorfer Bürgerhaus ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art.

Voriger Artikel
Chor zu groß für die kleine Bühne
Nächster Artikel
Das Wasser und die Gerechtigkeitslücke

Volle Konzentration über zweieinhalb Stunden: Das Orchester der Freiwilligen Feuerwehr Mardorf brannte ein musikalisches Feuerwerk ab.

Quelle: Klaus Böttcher

Mardorf. Seit 35 Jahren besteht das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Mardorf. Das feierten die Musiker mit einem mehr als zweieinhalb Stunden dauernden Konzert, von dem die Zuhörer derart begeistert waren, dass sie die 65 Musikerinnen und Musiker nicht mehr von der Bühne lassen wollten. Rhythmisches Klatschen, Trampeln sowie die Bravo- und Zugaberufe wollten nicht verstummen. Selbst bei der Zugabe zeigte der großartige Klangkörper mit dem anspruchsvollen Titel „Music“ das große Können. Mit dem Marsch „Alte Kameraden“ setzten sie noch einen letzten Glanzpunkt.

Das Konzert begann mit zwei Auftritten des Jugendorchesters, das Martin Gockel leitet, der viele Jahre das Blasorchester dirigiert hat. Mit dem Marsch „Querfeldein“ begann es das Konzert schwungvoll. Ein Stück, das die alle noch in der Ausbildung befindlichen Musikerinnen und Musiker zum ersten Mal öffentlich spielten. Den Besuchern wurde deutlich, dass beim Blasorchester sehr gute Nachwuchsarbeit geleistet wird.

Dann betraten die 65 Musikerinnen und Musiker die Bühne und brannten unter der Leitung von Benjamin Klingelhöfer ein Feuerwerk der konzertanten Blasmusik ab. Es ist schon erstaunlich, dass ein Dorf so ein großes Blasorchester hat, aber noch erstaunlicher ist dessen Können und Repertoire. So beherrschen sie feierliche Arrangements, Märsche und volkstümliche Kompositionen, Medleys und viele Stücke der konzertanten Blasmusik.

Von der Ballade „You raise me up“ bis zu dem Marsch „Wir sind Kameraden“

Entsprechend dem Motto des Abends „Von damals bis heute“ begann das Orchester mit dem „damals“. 1986 spielte das Orchester zum ersten Mal den Marsch „San Carlo“. Der zählt noch immer zu den beliebtesten Straßenmärschen des Orchesters. Es folgten teilweise recht anspruchsvolle Konzertstücke, die volle Konzentration bei den Tempi-Wechseln und dynamische Phrasierungen erforderten.

So beispielsweise­ das monumentale Konzertwerk „Ross Roy“ oder die Komposition „Fate of the Gods“, die auf Erzählungen aus der nordischen Mythologie basiert. Alle Stücke wurden von Aleksander Kräling gut anmoderiert, sodass die Zuhörer einiges über das ­jeweilige Stück erfuhren. Zudem gab es immer passend eine Bildpräsentation auf einer Großleinwand.

Mit dem Konzertmarsch „Mars der Medici“ ging es in die Pause. Ein Stück, das 1988 vom ersten Dirigenten des Orchesters, Günther Thursar, einstudiert worden war. An den 2013 verstorben ehemaligen Dirigenten wollte das Orchester mit dem Stück erinnern.

Mit Musicalmelodien wie „Tanz der Vampire“ oder „Hinterm Horizont“ ging es weiter. Begeistert waren die Zuhörer von Medleys, deren Bandbreite von Hits der kalifornischen Rockgruppe Toto bis zu Peter Alexander reichten. Das Orchester hat auch Solisten in ihren Reihen. So Martin Gockel mit dem Akkordeon beim „Tango pour Claude“ oder dem Gesang von Nicolas Lange bei der Ballade „You raise me up“. Mit dem Marsch „Wir sind Kameraden“, dem Marsch für alle Feuerwehrmänner und -frauen, der teilweise gesungen wurde, endete das großartige Konzert.

von Klaus Böttcher

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr