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Zwei von zehn Brücken sind finanziert

A 49 Zwei von zehn Brücken sind finanziert

Zwei Jahre nach dem Startschuss für den Tunnelbau bei Frankenhain ist das Bauwerk beinahe fertiggestellt, wenn zunächst auch nur im Rohbau.

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Ein Schalungselement am Tunneleingang wird auseinandergebaut.

Quelle: Tobias Hirsch

Frankenhain. Im Inneren der beiden Tunnelröhren schimmern die entsprechend großen Baustellenlampen von den Decken. Bis dort die endgültige Beleuchtung hängt, wird noch einige Zeit vergehen, Jahre voraussichtlich. Den zwischen acht und zehn Millionen Euro teuren Endausbau einschließlich der Technik wird Hessen Mobil erst in Angriff nehmen, wenn die Autobahn direkt vor der „Tür“ oder besser gesagt vor den Tunnel-Portalen angekommen sein wird. Das erläuterte gestern Bernhard Klöpfel, bei Hessen Mobil für die gesamte Baustelle A 49 verantwortlich, während eines Ortstermins in Frankenhain.

Klöpfel und sein Team werden auch nach Abschluss der Tunnelbaustelle weiterarbeiten können. Der Bund hat 14,1 Millionen Euro freigegeben. Davon entfallen 1,7 Millionen Euro auf ein kleineres Bauwerk direkt am jetzigen A-49-Ende bei Bischhausen. Der Löwenanteil ist für die Todenbachtalbrücke vorgesehen. Sie wird nicht weit vom Frankenhainer Tunnel entfernt errichtet. Zwischen ihr und dem Tunnel fehlt dann allerdings noch die Katzenbachtalbrücke.

Die Auswahl der jetzt finanzierten Brückenbauwerke entspricht dem Baukonzept für den A-49-Abschnitt zwischen Bischhausen und Schwalmstadt. Wenn denn in der Zukunft mit dem eigentlichen Straßenbau mal begonnen wird, so werden sich alle Transporte auf der eigentlichen Trasse abspielen. „Wir können angesichts der ökologisch sensiblen Umgebung nicht anders“, erläutert Klöpfel. Und es gilt, erhebliche Erdmengen zu bewegen, die Rede ist von rund 800000 Kubikmetern Erdüberschuss, der beseitigt werden muss.

Zwei Jahre reine Bauzeit für Todenbachtalbrücke

Die Brücke bei Bischhausen wird voraussichtlich im Spätsommer begonnen. Bei der Todenbachtalbrücke müssen die Arbeiten europaweit ausgeschrieben werden, was etwa ein dreiviertel Jahr dauern wird. Die reine Bauzeit für diese 250 Meter lange, künftig auf 6 Pfeilern ruhende Brücke beträgt dann noch einmal 2 Jahre.

Beim reinen Tunnelbau ist das Ende in Sicht. Im Sommer soll der genau 899 Meter lange Tunnel fertiggestellt sein. Die beteiligten Baufirmen haben bereits damit begonnen, ihr Personal von einst mehr als 100 Mitarbeitern auf nunmehr nur noch 45 Mitarbeiter zurückzufahren.

Groll fordert Gesamtfinanzierungskonzept

Für Willi Kunze, Regionalbevollmächtiger Westhessen bei Hessen Mobil, war das gestern in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Termin in Frankenhain. Er geht zum 31. Mai in den Ruhestand, es war wohl zumindest öffentlich sein letzter A-49-Baustellen-Termin. „Dass der Bund jetzt das Geld für die Brücken bereitgestellt hat, ist ein starkes Signal“, sagt Kunze. Bernhard Klöpfel als Bauverantwortlicher sieht das zumindest für diesen 11,8 Kilometer langen A-49-Abschnitt ähnlich: „Von der Logik her ist der Weiterbau dieses Abschnitts damit gesichert.“

Damit ist aber auch das Naherücken der Autobahn an Neustadt sicher. Neustadts Bürgermeister Thomas Groll (CDU) sieht das mit gemischten Gefühlen. Vom Grunde her sei es positiv, dass der Bund dieses Geld jetzt bereitstelle. „Doch es muss endlich ein Gesamtfinanzierungskonzept für die A 49 auf den Tisch“, betont Groll. Neue Informationen erhofft er sich gemeinsam mit seinem Stadtallendorfer Amtskollegen Christian Somogyi (SPD) von einem Gespräch mit Staatssekretär Rainer Bomba im Bundesverkehrsministerium. Es sei auf Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Dr. Stefan Heck zustandegekommen. „Wir haben wenig von zwei auf Äckern stehenden Brücken, noch weniger hätten wir davon, wenn sich der Verkehr irgendwann nur noch durch Neustadt quält“, wird Groll deutlich.

von Michael Rinde

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