Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Zwei Wehren bekommen neue Häuser

Stadtallendorf Zwei Wehren bekommen neue Häuser

Am Dienstagabend informierten Stadtverwaltung, unterstützt von Führungskräften der Feuerwehren, über den Stand der Planungen für neue Feuerwehrgerätehäuser in Hatzbach und Erksdorf.

Voriger Artikel
Ein Termin, zwei Spaten, drei Projekte
Nächster Artikel
Bier und Schnaps vor der Kirmes geklaut

Hatzbachs Feuerwehrgerätehaus muss zuerst durch einen Neubau ersetzt werden. Dort muss das jetzige Fahrzeug (Baujahr 1989) auch als erstes ersetzt werden. Foto: Marco Sommer

Stadtallendorf. Im Stadtverordneten-Sitzungssaal war am Dienstagabend mehr „Betrieb“ als bei mancher Stadtparlamentssitzung: Der Fachausschuss öffentliche Sicherheit, die Ortsbeiräte von Erksdorf und Hatzbach, der Magistrat und die Betriebskommission von „Dienstleistungen und Immobilien waren eingeladen. Sie ließen sich gemeinschaftlich über Planungsvarianten für die Feuerwehrgerätehäuser Erksdorf und Hatzbach informieren. Auch die Variante eines gemeinsamen Gebäudes für beide Wehren kam dabei mit aktualisierten Zahlen noch einmal auf den Tisch. Letztere Variante, das ließ sich gegen Ende der Sitzung klar feststellen, fand keine Fürsprecher in den politischen Gremien. Klare Statements gab es dazu bereits von Winand Koch (FDP), Manfred Thierau (Rep) und auch von Werner Hesse (SPD) und Frank Hille (CDU). Allerdings müssen SPD- und CDU-Fraktion

Damit dürfte in der Stadtparlaments-Sitzung am 16. Mai wohl eine verbindliche Entscheidung darüber fallen, für beide Wehren in den nächsten Jahren neue Gebäude zu schaffen. Der Bedarf, dass beide Wehren eine neue Unterbringung brauchen, stand dabei nie zur Debatte. Bei beiden Wehren steht der Kauf neuer Fahrzeuge an, in Hatzbach wie auch Erksdorf passen die modernen Fahrzeuge nicht in die aktuellen Gebäude. Außerdem sind beide Gerätehäuser längst „in die Jahre gekommen“ und weisen erhebliche Sicherheitsdefizite auf.

Die Diskussion über ein gemeinsames Gerätehaus hatte noch zu Manfred Vollmers Zeiten einen klaren Dämpfer bekommen, nachdem Erksdorfs Wehr und der Ortsbeirat eine solche Variante im Oktober 2011 abgelehnt hatten.

Am Dienstagabend stellte Fachbereichsleiter Klaus Hütten den Parlamentariern aktualisierte Kostenberechnungen vor. In der Summe kommt Hütten dabei auf Baukosten von knapp einer Million Euro für zwei Gerätehäuser und rund 900000 Euro beim Bau eines gemeinsamen Gebäudes am von einem Gutachter vorgeschlagenen Standort. Für die Neubauten gibt es voraussichtlich Landeszuschüsse von rund 20 Prozent.Bei den noch sehr groben Entwürfen hatte sich Hüttens Fachbereich auf den Mindestbedarf für ein Feuerwehrgerätehaus gestützt. In Hatzbach geht die Verwaltung davon aus, dass das jetzige Gerätehaus am Festplatz abgerissen wird. Im Falle Erksdorfs blieb die Standortfrage offen.

Feuerwehr-Chefs warnen vor Zwangslösungen

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer und Stadtallendorfs Stadtbrandinspektor Uli Weber fungierten als Berater. Schäfer gab einen Überblick über die gesetzlichen Hilfeleistungsfristen und einen Erfahrungsbericht über Zusammenlegungen bei Feuerwehren im Kreis. Sein Fazit dabei: „Immer wenn es Feuerwehr will, wird es gut funktionieren. Bei verordneten Zusammenschlüssen besteht die Gefahr, eine Wehr zu verlieren.“ Auch Uli Weber warnte vor erzwungenen Zusammenlegungen. „Das würde ich nicht empfehlen. Wir brauchen jeden Stadtteil“, sagte Weber. Der Stadtbrandinspektor äußerte sich aber auch zum Vorschlag des Erksdorfer Ortsbeirates, das neue Feuerwehrgerätehaus am Bürgerhaus „anzudocken“. Diesen Standort könne er unter anderem wegen zu enger Zufahrtswege nicht empfehlen. Außerdem wurde die Problematik zugeparkter Gerätehäuser bei Veranstaltungen angesprochen. Schlechte Erfahrungen gibt es bereits in Schweinsberg und Niederklein.

Standortfrage in Erksdorf wieder gänzlich offen

Als zweiten Standort hatte Erksdorfs Ortsbeirat den früheren Naturspielplatz ins Gespräch gebracht. Ob diese Fläche geeigneter wäre, blieb offen.

Doch jetzt drängt zunächst die formelle Grundsatzentscheidung, wie Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) betonte.Klar ist: Hatzbach soll als erste Wehr einen Neubau erhalten. Dort ist das neue Fahrzeug so gut wie bestellt. Es soll Ende diesen Jahres , Anfang nächsten Jahres geliefert werden.

Aber auch in Hatzbach muss noch einiges geklärt werden. So hatte der Ortsbeirat vorgeschlagen, das alte Gerätehaus für Vereine zu erhalten. In dem Haus sind unter anderem die Festplatztoiletten untergebracht. Außerdem wird das Raumprogramm noch geklärt werden müssen.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr