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Zwei Stunden Musik auf hohem Niveau

Adventskonzert Zwei Stunden Musik auf hohem Niveau

Begeisterte Pfiffe, Zugabe-Rufe und stehende Ovationen: Das Publikum in der Halsdorfer Kirche feierte beim Adventskonzert die Mitwirkenden und dankte für die schöne Einstimmung auf das Weihnachtsfest.

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Am vierten Adventssonntag bot der Posaunenchor Halsdorf unter der Leitung von Dieter Bubenheim in der überfüllten Kirche ein ­begeisterndes Konzert.

Quelle: Karin Waldhüter

Halsdorf. Nach fast zwei Stunden Blechblasmusik auf höchstem Niveau hatten die Besucher des Adventskonzertes des Posaunenchors immer noch nicht genug. Sie forderten vehement eine Zugabe.

Damit schien Chorleiter Dieter Bubenheim dann wohl doch gerechnet zu haben, denn gleich gab er zu: „Wir haben da noch was. Und das, was er hatte, das konnte sich hören lassen: Die Musiker des Posaunenchors Halsdorf spielten mit einem gewaltigen Klangvolumen das Stück „Highland Cathedral“.

„Musiker mit dem ganzen Herzen dabei“

Kein einziger Platz blieb am Sonntagnachmittag in der Halsdorfer Kirche unbesetzt, selbst im Mittelgang waren Stühle aufgestellt worden. Doch auch das reichte nicht aus und mancher verfolgte die Beiträge auf der Treppe sitzend, die hinauf zur Empore führt.

Die 20 Musiker des Posaunenchors präsentierten sich facettenreich und ließen gleich nach dem furiosen Start mit „Sir Edwards Fanfare“ kein Zweifel daran, dass die Besucher einen schönen vierten Adventsnachmittag erleben sollten. Pfarrer Matthias Weidenhagen führte unterhaltsam durch das Programm und versprach: „Sie werden heute merken, dass die Musiker mit dem ganzen Herzen dabei sind“.

Zur Anbetung und Ehre Gottes stimmten alle das erste gemeinsam gesungene Lied „Herbei, o ihr Gläub‘gen“ an. Dem folgte später noch ein stimmungsvolles Weihnachtsmedley. Das sehnsuchtsvolle „Weihnachten wir sehen uns bald“ ließ der Projektchor unter der Leitung von Lutz Kirscht erklingen.

Plattform für Nachwuchsmusiker

Der Projektchor präsentierte zwei neu einstudierte Werke und träumte gemeinsam mit den Sängerinnen und Sängern des Gospelchores mit „Dreaming“ von einer besseren Welt. Der Gospelchor, der ebenfalls unter der Leitung von Lutz Kirscht stand, wusste mit „May peace on earth“ und „Shepherds run“ zu gefallen.

Das Adventskonzert bietet jedes Jahr eine gute Plattform, um die jungen Nachwuchsmusiker vorzustellen und ihnen die Möglichkeit zu geben, in den großen Posaunenchor hineinzuwachsen. Unter der Leitung von Amelie Gatzke zeigten Lisa Schmidt, Judith Kase, Verena Klein und Felicia Grüger mit „Jingle Bells“ bei der zweiten Premiere des Abends, was sie schon alles an ihren Instrumenten gelernt hatten.

Gut vier Jahre sind die Jungbläser schon dabei. Die Gruppe wird wie die Anfängergruppe von Amelie Gatzke ausgebildet. Sie brachte mit „Rudolph the red nosed Reindeer“ das freudig mitklatschende Publikum in Bewegung. Beide Daumen streckte Dieter Bubenheim dem Nachwuchs entgegen, nachdem gemeinsamen mit dem großen Chor. Diese Anerkennung hatten sich die jungen Musiker mit dem „Groove“ auch verdient.

Seine Hände ließ dann Christoph Hohl über die Orgel-Manuale fliegen und zeigte sich als Meister seines Fachs. Er bescherte dem Konzert mit der „Toccata in G“ von Théodore Dubois ein weiteres Glanzlicht. Begeisterte Pfiffe, anhaltender Applaus und ein Extralob von Dieter Bubenheim waren der Lohn für diesen tollen Beitrag.

Großes Finale mit „Feliz Navidad“

Abseits der Musik trug Martina Gücker die Humoreske „Die auferstandene Weihnachtsgans“ vor. Der Posaunenchor intonierte „When a child is born“ und band noch einmal die jungen Musiker mit ein. Verena Klein, Ralf Dönges, Sven Duglosch, Paul Mauß und Leon Klein (Glockenspiel, Triangel, Becken, Schlagzeug und Tamburin) begleiteten den Chor.

Zum großen Finale im Cha-Cha-Cha-Rhythmus des fröhlichen spanischen Weihnachtsliedes „Feliz Navidad“ brachte der Posaunenchor die Füße der Besucher in Schwung. Marvin Linker und Jörg Weiland unterstützten den Chor an der Bassgitarre und am Schlagzeug.

Mit der geforderten Zugabe war der Abend noch lange nicht zu Ende. Bei Bratwurst und Glühwein und in gemütlicher Runde klang der Abend schließlich in und um das Gemeindehaus aus.

von Karin Waldhüter

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