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Zwei Riesen bewachen die Scheune

Kunst verschönert Rauschenbergs Gemeinschaftshaus Zwei Riesen bewachen die Scheune

Den Dichtigkeitstest hat die Kratz‘sche Scheune bereits bestanden. Damit ist klar: Die energetische Sanierung des Gebäudes bringt die für den Landeszuschuss notwendigen Werte.

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Die hinfällige Stadtscheune hat sich in ein modernes Haus verwandelt. Zum Abschluss der Arbeiten an der Fassade werden jetzt die aufgeklebten Wärmedämm-Platten verputzt. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Das ist für die Stadt Rauschenberg ganz entscheidend, denn der Landeszuschuss in Höhe von 741000 Euro ist die entscheidende Grundlage für die Finanzierung des Rauschenberger Gemeinschaftshauses.

Das macht von außen schon einen ziemlich kompletten Eindruck; lediglich der angebaute Bühnentrakt sowie einige Flächen am Hauptgebäude müssen noch verputzt werden. Auch im Inneren ist das Bauvorhaben entscheidend vorangekommen. Und das ist auch ein Verdienst der ehrenamtlichen Arbeitskolonne, die im Obergeschoss ganze Arbeit geleistet hat. Sie erledigte alle Rigips-Arbeiten, setzte die Wände zwischen den drei Gruppenräumen und den Funktionsräumen ein und baute auch die große Wand ein, die das Obergeschoss vom großen Saal trennt. In einem nächsten Schritt werden die ehrenamtlichen Helfer auch noch die Wandfliesen anbringen, erklärte Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) bei einem Ortstermin.

Mit dem Baufortschritt ist das Stadtoberhaupt zufrieden, auch wenn die Naturgewalten selbigen bei dem Juli-Unwetter gebremst haben. Weil die Drainage noch nicht lag, drang bei dem Unwetter Regenwasser ins Erdgeschoss ein und sammelte sich zwischen der Abdeckfolie über der Bodenplatte und der Dämmung unter dem Estrich. Der durchnässte Boden musste mit einem aufwändigen Belüftungssystem über Wochen getrocknet werden.

Außenbereich möglichst noch in diesem Jahr

„Im Saal ist der Boden inzwischen wieder völlig trocken. Dort werden ab Montag die Bodenfliesen verlegt, sagte Emmerich im Gespräch mit dieser Zeitung. Als nächste Schritte nannte er die Montage der Beleuchtung im ganze Haus, die Montage der zur Anlieferung bereit stehenden Küche, Bodenbelags- und Malerarbeiten. Danach stünden nur noch einige kleinere Feinarbeiten und die Möblierung des Gebäudes an. Der Magistrat werde für diese am Montag den Auftrag erteilen. Ebenfalls am Montag werde dem Magistrat von den Architekten Waltraud Mechsner-Spangenberg und Thomas Bonsa die Planung für den Außenbereich vorlegen.

Der Bürgermeister möchte die Arbeiten für den Außenbereich zeitnah ausschreiben, so dass die Arbeiten möglichst noch in diesem Jahr vor der Winterpause zumindest so weit gediehen sind, dass Besucher über einen befestigte Weg das Gemeinschaftshaus erreichen können.Für das mehren sich die Anfragen von Bürgern, die dort Hochzeiten und Geburtstage feiern wollen, so der Bürgermeister.

Gruppenräume werden am 18. September vergeben

Dieser lädt die Vereine für den 18. September in das neue Haus ein. Dann soll besprochen werden, welcher Verein künftig welchen Gruppenraum nutzen wird. Zugleich solle ein Belegungsplan erstellt werden, sagte Emmerich.

Der Bürgermeister freut sich, dass durch private Initiativen auch schon für buchstäblich sagenhafte Kunst am Bau gesorgt ist. Eine Sage erzählt, dass in Rauschenberg und in Burgholz zwei Riesen lebten, die sich eine Axt teilten. Benötigte der Nachbar die Axt, gab er ein Zeichen und die Axt wurde im zugeworfen. Diese Szene will die Rauschenberger Künstlerin Dr. Anne Hoerder in zwei je 2,50 Meter hohen Stahlskulpturen darstellen, die auf einen Meter hohen Sockeln vor dem Gemeinschaftshaus aufgestellt werden. Die Kosten trägt der Kultur- und Geschichtsverein.

von Matthias Mayer

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