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Zwei-Punkte-Plan gegen Raser auf der Umleitung

Anwohner beklagen aktuelle Verkehrssituation in Rauschenberg Zwei-Punkte-Plan gegen Raser auf der Umleitung

Die Bauarbeiten in der Rauschenberger Bahnhofstraße kommen gut voran. Gleichzeitig regt sich Unmut bei den Anwohnern der Umleitungsstrecke, die zum Teil über sehr schmale Straßen führt.

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Ein Linienbus passiert die provisorische Haltestelle vor dem Rauschenberger Feuerwehrhaus. Zum Teil sehr schmale Straßen tragen derzeit wegen der Baustelle in der Bahnhofstraße die Hauptverkehrslast. Fotos: Matthias Mayer

Rauschenberg. Horst Badouin wohnt in der Siedlungsstraße, die den Umleitungsverkehr vom Unterlauf der Bahnhofstraße aufnimmt. In einer Mail an die O-Redaktion schreibt er von einer sehr belastenden Situation für die Anlieger. Seine Kritikpunkte:

n Die als Nebenstraße deklarierte Siedlungstraße muss täglich Schwerlastfahrzeuge, den gesamten Busverkehr, landwirtschaftliche Fahrzeuge und eine Unmenge von anderen Kraftfahrzeugen aufnehmen. n Durch die Änderung der Vorfahrsregeln hat der Durchgangsverkehr jetzt Vorrang, und die vorhandenen Geschwindigkeitsbeschränkungen werden nicht mehr beachtet. n Schon sehr früh am Morgenrollen die ersten Busse. An Schlaf ist dann nicht mehr zu denken. In den dicht an der Straße liegenden Häusern vibrieren Betten und Schränke. Horst Badouin und weitere Anwohner wünschen sich, dass die Stadt die Höchstgeschwindigkeit entlang der Umleitungsstrecke überwachen lässt. Und die Anwohner beklagen, dass dies trotz schriftlicher Bitten an den magistrat und den ortsbeirat bislang noch nicht geschehen sei.Beim O-Ortstermin zeigte sich, dass beispielsweise Begegnungen von Busse und Traktoren auf der Umleitungsstrecke problematisch sind. Passanten stuften allerdings die Situation aks weniger kritisch ein. Die Umleitung funktioniere und nach dem Feierabend der Bauleute werde sogar auf der gesperrten Bahnhofstraße gefahren. Bürgermeister Michael Emmerich berichtete gestern gegenüber dieser Zeitung, dass die Anwohner schon früh mit ihren Klagen an die Stadt herangetreten seien. In der Tat sei auf der Siedlungsstraße zu schnell gefahren worden. Deshalb habe die Stadt in Absprache mit den Anwohnern dort in einem ersten Schritt die Halteverbotsschilder entfernen lassen. Die Bürger können wieder auf der Straße parken, was den Verkehrsfluss deutlich verlangsamt“, erklärte Emmerich. Vorfristiges Ende der Bauarbeiten ist möglich Sollte dies nicht ausreichen, werde die Stadt die alten Vorfahrtsregeln im Einzugsbereich der Siedlungsstraße wieder in Kraft setzen. „Das bedeutet aber auch, dass dort Busse häufiger Anfahren müssen mit entsprechender Lärmbelästigung“, stellte der Bürgermeister klar. Ein Signal der Anwohner für die Notwendigkeit dieses Schrittes habe er noch nicht erhalten.Ein Ende der Arbeiten ist in Sicht, denn die Arbeiten an den Hausanschlüssen für die Kanalleitungen liegen in den letzten Zügen. „Danach beginnen die Arbeiten zur Erneuerung der Wasserleitung“, sagte Michael Emmerich. Der zügige Baufortschritt nähre die Hoffnung auf ein vorfristiges Ende der Bauarbeiten schon Mitte September. Auf jeden Fall könne der geplante Schlusstermin Ende September gehalten werden. Auslöser der Großbaustelle ist der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke, der den Kanal in der Bahnhofstraße in zwei Bauabschnitten erneuert. Die Stadt hat sich dem ZMA angeschlossen und erneuert die betagte Wasserleitung. Der zweite Bauabschnitt wird im kommen Jahr realisiert und betrifft den unteren Teil der Bahnhofstraße ab dem Gemeinschaftshaus Kratz‘sche Scheune. Auch dann wird es wieder eine Vollsperrung der Straße geben - und eine Umleitungsstrecke.

von Matthias Mayer

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