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Zwei Premieren sorgen für Begeisterung

Kunst- und Kulturtage Zwei Premieren sorgen für Begeisterung

Das bunte und abwechslungsreiche Chorkonzert des MGV Stadtallendorf sorgte für einen krönenden Abschluss der Kunst- und Kulturtage.

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Beim Finale sangen die beiden Chöre des MGV und des Frauenchores Sankt Katharina zusammen (Leitung Tamara Zitzer, am Klavier sitzt die Chorleiterin des Frauenchors, Uschi Ivo).Foto: Mareike Bader

Stadtallendorf. Das Programm des Konzertes hätte bei dem schönen Sommerwetter auch wunderbar nach draußen gepasst. Viele bekannte Lieder von „Im Walde“ bis „Über den Wolken“ zeigten, wie bunt die Chorszene in Stadtallendorf und Umgebung ist. Zum ersten Mal beim Chorkonzert dabei waren der gemischte Chor des Rauschenberger Ortsteils Ernsthausen sowie das Vater-Tochter-Gespann Robert und Maria Biletic.

Die 11-jährige Maria sang vor 180 Zuschauern mit viel Gefühl zuerst den aktuellen Rihanna-Hit „Stay“. Im Anschluss daran präsentierte sie ihre Eigenkomposition „Sehe nach vorne“. Musik schreiben sei ihr Hobby, erzählte das sympathische Mädchen: „Wenn ich Zeit habe und mir etwas einfällt, dann schreibe ich es sofort auf.“ Ihr Vater helfe ihr dann bei der Begleitung. „Die Ideen stammen von ihr“, betonte Vater Robert stolz.

Für richtig gute Stimmung sorgten auch dieses Jahr wieder die Stadtallendorfer Musikanten unter der Leitung von Ralph Vogler. Mit Einlagen aus dem Western „Die glorreichen Sieben“ oder einem Schlagermix mit Evergreens wie „Ein Bett im Kornfeld“ oder „Ein bisschen Spaß muss sein“ brachten sie ordentlich Schwung in die kleine Stadthalle. Im Gespräch mit Moderator Bernd Weitzel berichtete Lukas Henke, das jüngste Mitglied, dass er erst seit zwei Jahren Saxophon spiele und Unterricht von Leiter Ralph Vogler erhalte. Auf die Frage, ob er irgendwann auf die große Tuba wie Stefan Dippel umsteige, antwortete der 11-Jährige: „Naja, mal schauen.“

Bei „Die schöne Fischerin vom Bodensee“ aus dem gleichnamigen Heimatfilm von 1956 sang sich so manche Kehle schon einmal warm, bevor dann bei der inoffiziellen Hymne „Hessenland“ der ganze Saal singen durfte - was umso professioneller klang, da sich nur wenige Gäste im Publikum befanden, die selbst nicht Mitglied in einem Chor sind.

Der gemischte Chor Ernsthausen gab nach der Pause erste Hinweise auf das tolle Finale. Mit „Hallelujah“ von Leonard Cohen oder dem Gospel „Rock My Soul“, bei dem der Refrain auf Englisch gesungen wurde, bewies der Chor mit seinem Leiter Robert Lauks, dass auch gestandene Chöre offen für moderne Musik sind.

Am Ende des Abends feierten die beiden Chöre des MGV 1891 Stadtallendorf und des Frauenchor Sankt Katharina eine Premiere. Nach nur zweimaliger Probe sangen sie zusammen den Schlager „Die Capri-Fischer“ und „Für Alle“ von der Gruppe Wind.

Mit vereinten Kräften unter der Leitung von Tamara Zitzer, Chorleiterin des MGV, und Uschi Ivo, Chorleiterin des Frauenchores, am Klavier begeisterte das gemeinsame Musizieren das Publikum. Da war es kaum verwunderlich, dass sich eine Stimme aus dem Raum meldete und dafür plädierte, dass beide Chöre öfter miteinander singen sollten.

von Mareike Bader

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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