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Zwei Partner bauen für Senioren

Seniorengerechte Wohnungen Zwei Partner bauen für Senioren

Es gibt in Stadtallendorf einen Riesenbedarf an seniorengerechten Wohnungen. Das geplante Gemeinschaftsprojekt der Herrenwald Wohnbau GmbH und der AWO soll die Situation verbessern.

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Die Neubauten entstehen an der Teichanlage im Iglauer Weg. Dafür verschwinden die im Hintergrund erkennbaren Wohnhäuser. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Auf die Problematik hatte nicht zuletzt Stadtallendorfs Seniorenbeirat immer wieder hingewiesen: In Stadtallendorf besteht ein Mangel an seniorengerechten Wohnungen, für die kein Wohnberechtigungsschein notwendig ist.

30 solcher Wohnungen wird die Herrenwald Wohnbau GmbH am Iglauer Weg bauen. Die Herrenwald Wohnbau gehört zu 100 Prozent der Siedlungsgenossenschaft Herrenwald. Dafür verschwinden in Nähe der Teichanlage Iglauer Weg/Ecke Niederkleiner Straße drei Wohnblocks der Herrenwald Wohnbau. Nach Fertigstellung mietet die AWO Nordhessen die beiden neuen Gebäude von der Herrenwald und vermietet die Wohnungen in eigener Regie an Senioren. Die Mehrzahl der Wohnungen sind dabei 55 Quadratmeter groß.

Diese Pläne stellten Konrad Busch,einer der Geschäftsführer der Herrenwald Wohnbau GmbH und Michael Schmidt, Geschäftsführer der AWO Nordhessen am Donnerstag bei einer Sitzung des Vorstands des Seniorenbeirats vor. Die 55-Quadratmeter-Wohnungen sind auf Ein-Personen-Haushalte ausgelegt und sollen barrierefrei geplant werden. Drei der Wohnungen sind auch für zwei Personen ausgelegt und 65 Quadratmeter groß.

Wie viel die Herrenwald Wohnbau GmbH investiert, wollte Busch gestern nicht preisgeben. Klar ist aber, dass die Neubauten durch die Mietzahlungen der AWO refinanziert werden dürften. Offenbar hatten beide angehenden Partner deshalb auch lange um die künftige Miethöhe miteinander gerungen. Die Kaltmiete für eine 55-Quadratmeter-Wohnung wird am Ende bei knapp 500 Euro pro Monat liegen. Die AWO kalkuliert mit einem Mietzings von 8,009 Euro je Quadratmeter , den sie an die Herrenwald abführt. Hinzu kommt ein Euro, den die AWO für eigenen Verwaltungskosten erheben wird. „Wir verdienen nichts daran“, versicherte gestern Geschäftsführer Michael Schmidt. Bewusst haben sich beide Projektpartner dafür entschieden, nicht auf sozialen Wohnungsbau zu setzen, sondern die Wohnungen auf dem freien Markt anzubieten. Denn dort sehen sie auch aufgrund eigener Einschätzungen den größten Bedarf.

Bei Bürgermeister Christian Somogyi erntet das Projekt breite Unterstützung. Nach einer kleinen Erhebung der Verwaltung verfügen die Wohnungsbaugesellschaften, die AWO und die Caritas aktuell in Stadtallendorf über 129 seniorengerechte Wohnungen. Es gebe immer wieder Nachfrage nach weiteren seniorengerechten Wohnungen an die Verwaltung oder bei den örtlichen karitativen Verbänden. Die beiden neuen, miteinander verbundenen Wohnhäuser werden sich an die städtische Teichanlage im Iglauer Weg anlehnen. Die will die Stadt umgestalten, im Haushaltsentwurf 2014 ist bereits Geld dafür vorgesehen. „Wobei aus unserer Sicht offen ist, ob es bei einem Teich bleibt oder dort eher ein kleiner Park entsteht“, sagt Somogyi.

Auf die vorhandenen drei Wohnblocks aus den 50er- und 60er-Jahren kann die Herrenwald Wohnbau GmbH gut verzichten. In ihnen wohnten ohnehin nur noch wenige Mieter, die Gebäude seien nicht mehr sanierbar, erläutert Busch Im Winter sollen sie abgerissen werden. Der Neubau soll je nach Witterung im März nächsten Jahres beginnen.

Konrad Busch machte bereits deutlich, dass die Herrenwald bei entsprechender Nachfrage gerne bereit ist, über eine Erweiterung des Projekts nachzudenken. „Flächen haben wir, wir werden gerne das bauen, was Stadtallendorf benötigt.“

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