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Zwei Bauprojekte werden teurer

Rauschenberger Bau-Ausschuss Zwei Bauprojekte werden teurer

Die gute Auftragslage der heimischen Bauwirtschaft kommt die Stadt Rauschenberg teuer zu stehen. Das teilte Bürgermeister Michael Emmerich vor dem Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Bauwesen mit.

Die Sanierung dieser Brücke über das Rote Wasser in Bracht muss wahrscheinlich in die Warteschleife. Die für die Arbeiten in den Haushalt eingestellten 50 000 Euro werden für andere Vorhaben gebraucht. Archivfoto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Der Christdemokrat hatte schlechte Nachrichten in das unter Vorsitz von Hermann Koch (parteiloses Mitglied der SPD-Fraktion) tagende Gremium mitgebracht: Die beiden Ausschreibungsergebnisse für die Bauvorhaben in der Bahnhofstraße und Im Sand liegen - im Gegensatz zu den erfreulichen Ergebnissen des vergangenen Jahres - deutlich über den vom beauftragten Planungsbüro ermittelten voraussichtlichen Baukosten - und damit auch über den Ansätzen im Rauschenberger Haushalt 2014.

In der oberen Bahnhofstraße erneuert die Stadt in diesem Jahr das Wasserleitungsnetz. Die Ausschreibung brachte ein Ergebnis von 156.000 Euro. Damit liegt das Ergebnis um 36.000 Euro über dem Haushaltsansatz, erklärte der Bürgermeister. „Die Stadtverordnetenversammlung muss sich mit diesem Thema noch befassen; es muss eine außerplanmäßige Mehrausgabe beschlossen werden“, kündigte der Kämmerer an.

Das Problem: Die Stadt ist im Bauplan an das Bauvorhaben des Abwasserverbandes gebunden, der in diesem Jahr im gleichem Straßenabschnitt die Kanalleitung erneuert. Während der Bauphase muss der obere Teil der Bahnhofstraße komplett gesperrt werden. Der zweite Bauabschnitt soll im kommenden Jahr im Unterlauf der Bahnhofstraße verwirklicht werden. Am 22. Mai werden die betroffenen Anlieger in einer Anwohnerversammlung ab 19 Uhr in der Kratz‘schen Scheune informiert.

Er sehe keine Möglichkeit, von dem Ausschreibungsergebnis für die Erneuerung der Wasserleitungen in der Bahnhofstraße noch herunterzukommen, sagte Michael Emmerich auf Nachfrage der OP. Im Sand sehe das allerdings anders aus, versicherte der Bürgermeister.

Ausschreibung brachte schlechteres Ergebnis

Dort hatte die Ausschreibung allerdings ein noch deutlich schlechteres Ergebnis gebracht. Statt der veranschlagten 100.000 Euro ging der Auftrag für 160.000 Euro an den letztlich einzigen Bieter.

Im Sand muss der Hang gesichert werden, nachdem sich im Belag der kleinen Anliegerstraße Risse gebildet haben. Die Stadt werde in Zusammenarbeit mit der Baufirma nach einer abgespeckten Lösung suchen, die die Sicherheit der Anwohner gewährleiste, ohne die Stadt finanziell über Gebühr zu strapazieren. Ziel: Das Vorhaben soll am Ende die eingeplanten 100000 Euro kosten. Der Bürgermeister sieht für die Verwirklichung dieser Vorgabe gute Chancen. Auf den unteren 20 Metern steige das Niveau der Straße nur um 1,50 Meter an. Dieser Abschnitt müsse nicht zwingend mit Spundwänden gesichert werden. Wichtig sei vor allem die Sicherung der Häuser im oberen Teil der Straße.

Die Stadt steht nun vor dem Problem, Mehrkosten in Höhe von mindestens 36000 Euro aus dem Investitionshaushalt gegenzufinanzieren. Sein Vorschlag sei es, die Sanierung der hinfälligen Brücke über das Rote Wasser um ein Jahr zu verschieben, sagte Emmerich. So ließen sich 50000 Euro einsparen. Eine Überprüfung der von Anwohnern eines Neubaugebiets genutzten Brücke habe deren Tragfestigkeit erwiesen, stellte der Bürgermeister fest. Bei einer günstigen Entwicklung ließe sich die Brücke noch in diesem Jahr über einen Nachtragshaushalt finanzieren.

von Matthias Mayer

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