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Zur Premiere gibt‘s ein Jahr in Bildern

Ausstellung Zur Premiere gibt‘s ein Jahr in Bildern

"Es ist eine Verpflichtung für Städte und Gemeinden, Künstlern eine Darstellungsmöglichkeit zu geben", sagt Bürgermeister Thomas Groll. Daher ist Neustadts Rathaus nun auch Ausstellungsraum.

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Andrea Freisberg stellt unter anderem zwölf großformatige Bilder unter dem Motto „Ein ganzes Jahr“ aus.

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt. Andrea Freisberg ist nicht die erste Künstlerin, die in Neustadt ihre Werke zeigt - allerdings die Erste, die das Rathaus nutzen kann, um sich zu präsentieren. In der Vergangenheit hatte die Stadt das historische Rathaus für Ausstellung en genutzt. Die Vernissagen waren immer gut besucht, erklärte Bürgermeister Thomas Groll. Die Resonanz danach während extra eingerichteter Öffnungszeiten sei aber so gering gewesen, dass sie in keinem Verhältnis zum Aufwand gestanden habe. Aus diesem Grund öffnet die Stadt den Künstlern künftig ihr eigentliches Rathaus - denn dort gebe es ohnehin Publikumsverkehr, und die Menschen könnten die Möglichkeit nutzen, ihre Behördengänge mit Kultur zu untermalen, erläuterte das Stadtoberhaupt und betonte: Kunst sei nicht nur geeignet für Großstädte, sondern auch wichtig für den ländlichen Raum.

"Den Blick des Betrachters auf die Feinheitten lenken"

Jenen ländlichen Raum kennt Freisberg nur zu gut. Die, wie sie sich selbst bezeichnet, semiprofessionelle Fotografin erstellte einst mit Gerhard Bieker, dem Vorsitzenden des kulturhistorischen Vereins Neustadt, die Chronik „Nova Civitas“ und gestaltete zum Neustadt-Treffen 2011 einen kulturhistorischen Rundgang durch die Stadt. Nun durfte sie die Premieren-Ausstellung im Rathaus gestalten - und entschied sich für eine Reihe von zwölf großformatigen Fotos, die unter dem Motto „Ein ganzes Jahr“ steht, sowie einige Schwarz-Weiß-Aufnahmen, in denen Formen und Strukturen im Fokus stehen. „Dabei möchte ich den Blick des Betrachters auf die Feinheiten lenken“, sagt die 52-Jährige und freut sich über die dritte Einzelausstellung als Künstlerin.

Ihre Motive findet sie zumeist in der Welt der Tiere und Pflanzen: „Die Natur ist ein Schwerpunkt, aber auch Strukturen und Muster faszinieren mich.“ So ziert ihre Visitenkarte zum Beispiel die Teilaufnahme einer verrosteten Schubkarre. „Nach solchen Motiven suche ich nicht, sie springen mich quasi an. Ich sehe Dinge, an denen andere Menschen achtlos vorbeigehen“, sagt die Marburgerin, die seit rund 30 Jahren leidenschaftlich fotografiert.

Freisberg ist seit dem Jahr 2009 Mitglied der Marburger Fotografenvereinigung „Blaue Linse“. Bisher gewann sie zwei Preise: Im Jahr 2012 belegte sie nicht nur Platz eins beim Wettbewerb „Aktives Altern“ des Marburger Beratungszentrums mit integriertem Pflegestützpunkt, sondern auch beim Blende-Wettbewerb der Oberhessischen Presse in der Kategorie „Gutes Wetter, schlechtes Wetter“. Damals gewann sie mit ihrem Bild „Wintermärchen“. Dazu passt auch ihre jetzige, noch bis zum 5. Juni besuchbare Ausstellung, da momentan „die Natur explodiert“, wie sie sagt.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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