Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Zur Fettdonge gibt‘s Akkordeonmusik

Markt Zur Fettdonge gibt‘s Akkordeonmusik

Für die Besucher des ersten Frühlingsfestes auf dem historischen Marktplatz in Kirchhain gab es einiges zu entdecken: Manch eine hessischen Leckerei mussten die Händler erst einmal erklären.

Voriger Artikel
Verein gründet eine Schulfördergruppe
Nächster Artikel
Sehen, hören, tasten, riechen, schmecken

Diana Sprenger (linkes Foto, links) und Carmen Schwartz boten Hausmacher Wurst und Kochkäse an. Heike Junk (rechtes Bild) gravierte Gläser.Fotos: Klaus Böttcher

Kirchhain. „Unser Marktplatz ist einer der schönsten in Hessen“, rief Ulrike Lagotka, die Initiatorin des Frühlingsmarktes, den Besuchern zu. Deshalb hatte sie zusammen mit Barbara Lechtenfeld die Veranstaltung ins Leben gerufen. „Irgendjemand muss die Initiative ergreifen“, sagte Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner und lobte die Frauen: „Es ist toll, was sie auf den Marktplatz gezaubert haben.“

Beteiligt haben sich die Einzelhändler und die Gastronome, die rund um den Marktplatz angesiedelt sind. Außerdem waren einige Händler gekommen, die vorwiegend hessische Leckereien anboten. Da waren beispielsweise Diana Sprenger und Carmen Schwartz aus Schröck, die Kochkäse und Hausmacher Wurst anboten. „Nur das Brot haben wir nicht selbst gebacken, alles andere ist selbst hergestellt“, berichtete Schwartz.

Mit denen, die es verstehen, schwätzte sie Platt - und diejenigen benötigten zumeist auch keine Erläuterungen. Die hessische Spezialitätenliste ist schließlich etwas für Kenner, aber viele Besucher lernten die für das Bundesland typischen Leckereien am Samstag kennen.

Es gab beispielsweise Fettdonge - das ist Wurstfett mit Röstzwiebeln. Ebenfalls im Angebot war Kochkeesdonge - hausgemacht und altbewährt, auf Wunsch auch mit Tomate und Gartenkräutern erhältlich. Gern genommen wurde auch Woaschtdonge mit Blut- und Leberwurst, zu der Gurke auf Senfschmand gereicht wurden.

Wem diese hessischen Spezialitäten nicht behagten, der konnte sich auf Altbewährtes stürzen und eine Bratwurst essen oder in die Pizzeria einkehren. Die landestypischen Spezialitäten standen jedoch im Vordergrund, was sich auch am Angebot des Wurststandes oder des Bäckers zeigte. Ein Händler pries zudem „oberhessische Marmeladen und Liköre“ an.

Nicht hessisch aber trotzdem lecker waren die asiatischen Spezialitäten aus dem Wok. Zu all dem gab es hessisches Bier vom Fass und fast ganztägig Musik. Barbara Lechtenfeld dirigierte die „akkordeon factory“. Zusammen mit dem Schlagersänger Renè Weiß moderierte sie zudem die Veranstaltung.

Weiß unterhielt im Wechsel mit der Akkordeongruppe die Besucher mit seinen Liedern. Im historischen Rathaus gab Buchautorin Astrid Ruppert Lesungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Für die Kinder wurde außerdem ein Malwettbewerb veranstaltet unter dem Motto „Dein Bild zum Muttertag“.

„So etwas sollte öfters stattfinden“, lautete das Fazit zahlreicher Besucher des kleinen Spezialitätenmarktes mit Musik.

von Klaus Böttcher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr