Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Zum Jubiläum ist der Eintritt frei

40 Jahre Hallenbad Zum Jubiläum ist der Eintritt frei

Das Kirchhainer Phönix Hallenbad wird am Samstag 40 Jahre alt. Zum Jubiläum lädt die Betreiber-Gesellschaft zwischen 8 und 17 Uhr zu einer Art Tag der offenen Tür ein.

Voriger Artikel
In Lederkluft zum Gottesdienst
Nächster Artikel
Soldaten helfen Flüchtlingen in Camps

Kinder tollen im Nichtschwimmer-Becken. Dort gibt es am Samstagnachmittag zum Hallenbad-Jubiläum ab 15.30 Uhr eine Badeparty für Kinder.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Die Geschenke bekommen an diesem Tag ausnahmslos die Gäste: Für Große und kleine Besucher von Schwimmbad und Sauna ist der Eintritt frei. Auch die Teilnahme an allen Aktionen und Kursen an diesem Tag ist kostenlos. Im Gegenzug können sich die Besucher mit einem Obolus für das Spendenschwein revanchieren.

Zwischen 8 und 11 Uhr beginnt der Tag mit dem ganz normalen Badebetrieb. Dann beginnen verschiedene Aktionen Dazu gehören zwei Vorführungen der inzwischen auch auf nationaler Ebene sehr erfolgreichen Schwimmabteilung des TSV Kirchhain. Um 12 gibt es kurze Ansprachen und dann einen Aqua-Jogging-Kurs zum Mitmachen. Für 14.30 Uhr ist das Baby-Schwimmen im 33 Grad warmen Wasser des Nichtschwimmer-Beckens vorgesehen. Dort steigt ab 15.30 Uhr eine Bade-Party für Kinder ab fünf Jahren. Zwischen den Aktionen läuft der Badebetrieb weiter. Parallel zum Geschehen in der Schwimmhalle werden die Sauna-Gäste vom Phönix-Team mit unterschiedlichen Aufgüssen verwöhnt.

Führungen duch das Hallenbad

Zusätzlich bietet Peter Bittner, Geschäftsführer der von bürgerschaftlichen Engagement getragenen Betreibergesellschaft, den ganzen Tag über bei Bedarf Führungen durch das Hallenbad und dessen Unterwelt an.

Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich, denn das Bad wartet mit etlichen Neuerungen auf. Einige springen sofort ins Auge. Es gibt einen funkelnagelneuen Kassenautomat, der bei Bedarf sogar mit den Kunden spricht - in Person der Badeaufsicht, die über das Gerät gerufen werden kann.

Die neue Zwischendecke des Foyers lässt die Wärme der Fußbodenheizung nicht länger bis hoch unters Dach entweichen, was erhebliche Heizkosten spart. Und die in diese integrierten LED-Leuchtkörper sorgen nicht nur für taghelles Licht, sondern verbrauchen auch wesentlich weniger Strom. Auch die 48 neuen Schränke in der Damen-Umkleide sind nicht zu übersehen. Die Schränke sind statt 28 nun 40 Zentimeter breit und damit der mitunter etwas sperrigen Winter-Garderobe besser gewachsen.

Aber es gibt im Kirchhainer Hallenbad Innovationen, die die Badegäste nicht sehen, sondern spüren. Über diese berichteten Peter Bittner und Klaus Damm , Kassierer und Prokurist der Betreiber-Gesellschaft, beim Ortstermin der OP. Peter Bittner, der sich seit dem im August 2007 erfolgten Betreiberwechsel von der Stadt hin zu der von Bürgern gegründeten Betreibergesellschaft sich mehr und mehr in die komplizierte Schwimmbad-Technik reingefuchst hat, nennt aus Beispiel dafür den Austausch der Steuerschränke.

Neue Technik spartreichlich Energie

„Die alten Steuerschränke erfüllten die aktuellen Bedingungen nicht mehr“, sagte er, um diese zugleich zu präzisieren: Die Luftfeuchtigkeit in der Schwimmhalle soll konstant bei 50 Prozent, die Wassertemperatur des Schwimmer-Beckens bei 28,5 liegen. Die Temperatur des Nichtschwimmer-Beckens: konstant 30,5 Grad. An Donnerstagen, wenn Babyschwimmen ist, steigt dieser Wert auf 32,5 bis 33 Grad.

„Mit den neuen Steuerschränken für die Belüftung erreichen wir die angestrebte Luftfeuchtigkeit auf 0,1 Prozent genau. Zugleich lassen sich mit der Steuertechnik für die Fußbodenheizung, das Beckenwasser und das Duschwasser auf ein zehntel Grad genau konstant halten. Dabei sparen wir heftig Energie“, sagt Peter Bittner mit einem leisem Anflug großer Zufriedenheit.

Die Zufriedenheit wächst, weil die gleichzeitig angeschafften Frequenzumsetzer den schweren und sündhaft teuren Pumpen das Stromsparen beigebracht haben. Der Clou dieser Technik: Der Gegendruck in der Pumpe wird nicht länger durch eine teilweise geschlossene Klappe erzeugt sondern durch eine an den Bedarf stets angepasste Energiezufuhr.

„Das Thema energetische Sanierung können wir nur Schritt für Schritt nach Kassenlage abarbeiten. Längst nicht alles, was wünschenswert ist, lässt sich sofort realisieren“, erklärt Klaus Damm und verweist auf die Außendämmung der Fassade, die erst zu einem knappen Drittel erfolgt ist. Investitionen für die Sicherheit der Badegäste und die Betriebssicherheit haben unbedingten Vorrang.

Investitionen in die Sicherheit haben Vorrang

Dass das neu angeschaffte Beschattungssystem für die große Fensterfront der Sicherheit dient, muss Peter Bittner erklären. Und er tut das auch. Bei der tiefstehenden Sonne würden sich ohne das System Algen im nur schwach gechlorten Beckenwasser bilden.

Und die Badeaufsicht sehe gegen das grelle Sonnenlicht nichts. Und der neue Kassenautomat dient der Betriebssicherheit, da es für das alte unter Windows NT laufende Gerät seit Jahren keinen Support mehr gibt. „Einen Ausfall können wir uns bei 90 Betriebsstunden pro Woche nicht leisten“, stellt Bittner fest. Derweil nennt Klaus Damm erfreuliche Zahlen: 105000 Badegäste zählte das Phönix Hallenbad in der Saison 14/15 - begünstigt durch die Hallenbad-Situation in Stadtallendorf. 250000 Euro wurden in den vergangenen beiden Jahren in das Bad investiert. Insgesamt 500000 Euro waren es seit 2007.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr