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Zum Gottesdienst kommt die Sonne raus

Lindau-Oktav Zum Gottesdienst kommt die Sonne raus

Welche große Anziehungskraft die Magdalenen-Oktav hat, wurde am Montag deutlich: Trotz starker Regenfälle vor Beginn kamen Hunderte Gläubige zur Lindaukapelle, um mit drei Goldjubilaren den Gottesdienst zu feiern.

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Goldjubilar Wilhelm Gerlach (von links), Diakon Wilfried Jockel, Goldjubilar Karl-Josef Aschenbach, Pfarrer Marcus Vogler, Franziskanerpater Erhard (verdeckt), Goldjubilar Hans-Ludwig Schmank, Pater Lepko, Pfarrer Gerhard Braun und Diakon Paul Lang feierten gemeinsam mit rund 600 Gottesdienstbesuchern in der Lindaukapelle ein großes Glaubensfest.Foto: Karin Waldhüter

Amöneburg. Am Gedenktag der heiligen Magdalena hatte Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg die Magdalenen-Oktav zusammen mit rund 600 Gläubigen eröffnet. Kaum weniger Pilger kamen am Montag zur Lindaukapelle, um mit den Goldjubilaren Karl-Josef Aschenbach aus Stadtallendorf, Wilhelm Gerlach aus Erfurtshausen und Hans-Ludwig Schmank aus Fronhausen ein großes Fest des Glaubens zu feiern. Goldjubilar Peter Macht konnte aufgrund einer Erkrankung nicht mit dabei sein.

Bis kurz vor Beginn des Gottesdienstes regnete es in Strömen, und viele Besucher suchten Schutz unter Bäumen und dem aufgebauten Zelt. Doch pünktlich mit Beginn der Feier kam die Sonne hinter den Wolken hervor - Grund genug für Stadtpfarrer Marcus Vogler, die Gläubigen „bei strahlendem Sonnenschein“ zu begrüßen, was einige mit einem humorvollen Lachen quittierten. „Schön, dass Sie gekommen sind, einen echten Lindau-Pilger hält nichts ab“, stellte er fest.

Zahlreiche Bannerabordnungen bilden festliches Spalier

Besonders eingeladen waren an diesem Abend die Mitglieder der Kolpingfamilien. Zahlreiche Bannerabordnungen des Bezirkes Oberhessen aus Amöneburg, Kirchhain, Anzefahr, Erfurtshausen, Niederklein, Schröck und Marburg bildeten vor dem Kirchlein ein festliches Spalier. Mit dabei waren auch Mitglieder der Kolpingfamilien aus Alsfeld und Gensungen.

Um mit den Goldjubilaren zu feiern waren der Franziskanerpater Erhard aus Kirchhain, der gebürtige Niederkleiner Pfarrer Gerhard Braun aus Gensungen, Pater Lepko sowie die Diakone Dr. Paul Lang, Gerhard Jungmann und Wilfried Jockel gekommen. Die Predigt übernahmen die drei Goldjubilare der Reihe nach.

Karl-Josef Aschenbach richtete zunächst persönliche Worte an die Gläubigen. „Vor 50 Jahren begann meine Karriere als Pfarrer hier in Amöneburg, darauf bin ich heute noch stolz“, erzählte er und stellte das Gleichnis vom Senfkorn, welches das große Wachstum aus kleinen Anfängen als Thema hat, in den Mittelpunkt seiner Predigt.

Jeder Goldjubilar hat sechs Minuten Zeit für die Predigt

In Zeiten von großen Austrittszahlen sei die Botschaft des heiligen Bonifatius und Jesus Christus noch immer höchst aktuell, betonte Pfarrer Schmank. Er stellte die Ehrfurcht vor dem Leben und die Botschaft von der Feindesliebe in den Mittelpunkt seiner sechs Minuten, die jeder Pfarrer für seine Predigt zur Verfügung hatte.

Pfarrer Gerlach nutzte seine Zeit für ganz persönliche Worte. Er erzählte von seinem Geburtsort Erfurtshausen, seiner Zeit auf der Stiftsschule, seinem Theologiestudium in Fulda und München und seiner Zeit als Kaplan und Pfarrer. 34 Jahre lang war Gerlach in Momberg tätig.

Feierlich begleiteten die Schola aus Mardorf und die Musikkapelle der Kolpingfamilie Amöneburg, unter der Leitung von Karin Botthof, den Gottesdienst.

Als stellvertretende Vorsitzende des Diözesanvorstandes gratulierte Birgit Gruß nachträglich zum goldenen Priesterjubiläum. Sie versprach im Namen des Bezirks Oberhessen, eine Spende für den Erhalt der Lindaukapelle zu überweisen - anstatt jeden Jubilar einzeln zu beschenken.

Heimat-Hymne der Orte

An das gemeinsam gesungene neue Kolpinggrablied schloss sich, auf Anregung von Pfarrer Gerlach, die Heimat-Hymne der Orte des ehemaligen Dekanats Amöneburg an. Stimmungsvoll fügten die Gläubigen den jeweiligen Ortsnamen in den Liedtext ein.

Im Anschluss unterhielten die 13 Mitglieder der Musikkapelle der Kolpingfamilie Amöneburg weiter die Besucher, und viele Helfer trugen zu dem gemütlichen Beisammensein bei.

Die Magdalenen-Oktav am Mittwoch ab 19.30 Uhr mit Pater Norbert Rasim aus Frankenberg.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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