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Zitronen statt Knöllchen

Kinders als Verkehrserzieher Zitronen statt Knöllchen

Armin Schmidt winkt die Fahrerin eines Kombis in der Ziegelgartenstraße in eine Haltebucht. Dort warten Yaren Yilmaz und Finja Pelda mit einer Rose und einem Dankschreiben auf die Fahrerin.

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Yaren Yilmaz (links) und Finja Pelda danken einer Autofahrerin mit einer Rose für vorbildliche Fahrweise vor der Grundschule. Rechts: Rudi Groh vom Ordnungsamt. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Grund für die freundliche Aufmerksamkeit: Die junge Frau hat die Straße an der Grundschule mit 28 km/h passiert. Erlaubt ist hier Tempo 30. Die beiden Schülerinnen der Klasse 2a danken für das rücksichtsvolle Fahrverhalten und klopfen der Fahrerin anerkennend auf die Schulter. Es ist wieder Kids-Blitz-Tag in Kirchhain. An diesem Tag werden die Autofahrer am Gelände der Grundschule direkt mit den schutzwürdigen Kindern konfrontiert. Das gilt für diejenigen, die die Höchstgeschwindigkeit nicht überschreiten wie für die Tempo-Sünder. Diesen überreichen die Kinder statt eines Knöllchens saure Zitronen und eine Aufklärung, was sie falsch gemacht haben. Und dann drohen sie den eiligen Zeitgenosse noch scherzhaft mit dem Zeigefinger, Rudi Groh vom Ordnungsamt, der mit seinen Kollegen Jasmin Pfeiffer und Armin Schmidt die Kinder betreut, hat die kleinen Verkehrsdetektive dazu ermutigt.

Das ist auch angebracht, denn der Champion an diesem Vormittag ist mit Tempo 47 über die kleine Anliegerstraße gerauscht. Zur Halbzeit waren 16 Rosen und 12 Zitronen verteilt, wobei längst nicht alle Autofahrer, die sich an die Geschwindigkeit hielten, angehalten wurden.

Armin Schmidt ist vom Erfolg der Aktion überzeugt. „Das ist eine Kopfsache. Die Konfrontation mit den Kindern beeindruckt die Verkehrsteilnehmer. Ich kenne eine Frau, der es noch heute peinlich ist, dass sie vor Jahren zu schnell unterwegs war“, sagt er. Generell liege die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Ziegelgartenstraße zwischen 10 und 15 Prozent. Das sei ein guter Wert, der auch auf die regelmäßigen Kontrollen zurückzuführen sei.

von Matthias Mayer

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