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Zink sieht Positives zuerst

Abschied Zink sieht Positives zuerst

Der Kommunalpolitiker Bernd Zink ist jetzt bei der Stadtverwaltung beschäftigt und musste deshalb sein Amt als ehrenamtlicher Stadtrat im Magistrat aufgeben.

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Bernd Zink steht vor seinem Gartenteich. Die darin lebenden
Fische, Kois, sind ein großes Hobby von ihm. Foto: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. „Amt und Mandat, das geht nicht“, sagt Bernd Zink fast etwas wehmütig, trotzdem er sich auf seine neue Aufgabe bei der Stadtverwaltung freut. Dort wird er zukünftig im Finanzservice arbeiten. Steuerfachgehilfe hat er ursprünglich gelernt und nach 12 Jahren Bundeswehrzeit bei der Ausbildungskompanie 2/5 absolvierte er die Ausbildung zum Finanzbuchhalter. Danach hat er in Steuerkanzleien gearbeitet. „Ich habe noch eine Herausforderung gesucht und mich deshalb auf eine freiwerdende Stelle bei der Stadt beworben“, erzählt der 52-Jährige.

Geboren ist Bernd Zink in Speckswinkel. Durch seine Frau ist er nach Stadtallendorf gekommen. Seit 1989 war er mit einer Unterbrechung, als er in der Ausbildung zum Finanzbuchhalter war, immer kommunalpolitisch aktiv. Während seiner Zeit als Stadtverordneter war er Ausschussvorsitzender des Ausschusses Jugend, Sport und Kultur, des Verkehrsausschusses und schließlich des Ausschusses Zentrale Steuerung und Finanzen. Von 2008 bis 2011 und wieder von Ende 2012 bis jetzt war er ehrenamtlicher Stadtrat.

Zu seiner Motivation, dass er mit 26 Jahren in die Kommunalpolitik ging, sagt er: „Es gab einige Dinge, die mir in der Stadt nicht gefallen haben. Wenn dir etwas nicht passt, dann musst du mitmachen und selbst mitgestalten hat man mir gesagt.“ Das habe er auch getan oder es zumindest versucht, betont er. „Es hat mir immer Spaß gemacht“, erklärt Zink und verrät sein Rezept: „Ich habe bei allen Entscheidungen das Positive gesehen.“

Eines der zentralen Projekte während seiner langen Amtszeit sei für ihn nach dem Brand der Festhalle der Bau der Stadthalle, die Grundsanierung des Rathauses und das neue Verwaltungszentrum mit der Agentur für Arbeit gewesen. Das ganze Projekt habe immerhin 30 Millionen verschlungen. Zink spricht aber auch bei zwei laufenden Projekten von einer Herausforderung für die Stadt. Damit meint er die Hallenbadsanierung und den Neubau des Bauhofes. „Ein großes Highlight war für mich, den Hessentag als Stadtrat mitzuerleben“, schwärmt er noch heute von dem großen Fest.

Der engagierte Kommunalpolitiker wurde für seine Verdienste 2005 mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet und erhielt vor zwei Jahren die Ehrenplakette der Stadt für 25 Jahre Kommunalpolitik. Viele Ferien hat Bernd Zink mit seiner Familie, wozu neben seiner Frau die heute 25-jährige Tochter und der 24-jährige Sohn gehören, in seinem Ferienhaus in Schweden verbracht. Er selbst sagt von sich, dass er ein Skandinavien-Fan ist und deshalb 1990 das Haus dort gebaut hat. Sein zweites großes Hobby sind die Kois in seinem Gartenteich.

Auf Zink folgte Hans-Jürgen Back in den Magistrat. In der jüngsten Stadtparlamentssitzung wurde er von Bürgermeister Christian Somogyi und Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub in sein Amt eingeführt.

von Klaus Böttcher

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