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Zelthalle steht vor dem Abbau

Auftrag vergeben Zelthalle steht vor dem Abbau

Von Demontage-Arbeiten an der Leichtbauhalle auf dem Kirchhainer Festplatz war am Freitag weit und breit nichts zu sehen. Fakt ist: Die Zelthalle soll bis Ende August vom Festplatz verschwunden sein.

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Ihre Tage sind gezählt: Der Auftrag für den Rückbau der als Flüchtlingsunterkunft gebauten Leichtbauhalle auf dem Kirchhainer Festplatz ist erteilt.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Bereits am 20. April hatte die Landesregierung beschlossen, 23 hessische Standorte für die Unterbringung von Flüchtlingen in Hessen zu schließen. Zu den aufgegebenen Standorten gehören sämtliche Leichtbauhallen. Eine solche hatte der Landkreis Marburg-Biedenkopf auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle im Herbst 2015 auf dem Kirchhainer Festplatz aufbauen lassen.

Die Halle sollte als Notunterkunft und sogenannte „Überlauf-Einrichtung“ 240 Flüchtlingen Platz bieten. 160 weitere Plätze für Flüchtlinge schuf der Landkreis in der umgebauten Halle eines ehemaligen Supermarkts Im Riedeboden. Beide Einrichtungen wurden für ­eine kurzzeitige Unterbringung konzipiert, um ankommende Flüchtlinge vor der Obdachlosigkeit zu bewahren.

Bald gibt es wieder mehr Stellplätze für Autos

Weil der Flüchtlingsstrom nach Deutschland deutlich nachließ, wurde weder die Zelthalle noch der umgebaute Supermarkt jemals von Flüchtlingen genutzt. Deshalb gab es früh Stimmen aus der Stadtpolitik, der Kirchhainer Geschäftswelt und dem benachbarten Ärztehaus, die für viel Geld Tag und Nacht bewachte und beheizte Zelthalle abzubauen.

Nach dem Zeitplan des Hessischen Finanzministeriums soll jetzt mit dem umfangreichem Rückbau begonnen werden, auch wenn der vom Land übernommene Mietvertrag des Landkreises für das Objekt auf dem Festplatz noch bis zum November läuft. Anders als in Friedensdorf, muss über eine Umnutzung der Fläche unter der jetzigen Halle nicht nachgedacht werden. Diese wird, was sie vorher war: 62 Stellplätze für Autos und Teil des größten und wichtigsten Parkplatzes der Stadt Kirchhain.

von Matthias Mayer

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