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Zauberlehrling leistet ganze Arbeit

Karneval Zauberlehrling leistet ganze Arbeit

Kurz vor Mitternacht zogen alle Protagonisten des Abends mit einer glanzvollen Polonaise aus der Halle. Die fast 300 Karnevalisten erlebten den Schlusspunkt von vier Stunden Extra-Klasse.

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Bayerisch ging es beim Auftritt der „Gleer Dance Crew“ zu.Fotos: Yanik Schick

Niederklein. Elf Minuten nach acht zeigten die Uhren im Bürgerhaus, als der Elferrat des Niederkleiner Kolping-Carnevals - vorbei an den vollbesetzten Tischen - die Bühne betrat und hoch oben auf der Empore Platz nahm. Mit „Glee helau“ und „Sandhoas hepp“ hieß Sitzungspräsident Frank Richter die feierlustige Faschingsgemeinde willkommen - und gab den Startschuss für das üppige Programm, das prompt einige Klassiker parat hielt.

Mit zwei kurzweiligen Tanz-Shows steigerten die NKC-Garde sowie die jüngeren Kolpingfunken das „Karnevals-Fieber“. Auch fortan wurde dem Besucher ein hohes Maß an Akrobatik geboten, allerdings nicht mehr im körperlichen, sondern im verbalen Sinne.

Vier Stunden Programm - das will erst einmal gestemmt werden. Das Publikum danke es mit lauten Lachern, Applaus und einer Polonäse (Fotos: Yanick Schick).

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In Christoph Grimmel gesellte sich ein echter „Gleer Jung“ an das Rednerpult. Und dass er einiges auf dem Herzen hatte, ließ er eindrucksvoll in seiner Bütt erkennen. Der Ortsdiener sprach über die Ereignisse des vergangenen Jahres, in Mundart thematisierte er auf unnachahmliche Weise das Leben im Dorf und die vielen Geschehnisse, die bei den Niederkleinern für Gesprächsstoff gesorgt hatten. Auch die hohe Politik entkam Grimmel nicht: Zahlreiche kommunal engagierte Mitbürger zog der „Mitarbeiter des städtischen Kommunikationszentrums“ durch den Kakao.

Auf die vielen Lacher im Publikum folgten einige tänzerische Darbietungen, wie von der Kindershowtanzgruppe des SV Niederklein, die auf der Bühne eine „Reise in den fernen Orient“ vorführte - so beschrieb Frank Richter den Auftritt der sechs Kinder. Voller Stolz dürfte der Sitzungspräsident wohl gewesen sein, als seine eigene Tochter Sophie zu „The Final Countdown“ als Nachwuchs-Tanzmariechen auftrat. Sie wird trainiert von Jenny Falker, die selbst als aktuelles Tanzmariechen des NKC eine beeindruckende Performance ablieferte.

Hypnose verwandelt Faschings-Gegner in Faschings-Fan

Selbstverständlich blieb zwischen den einzelnen Programmpunkten reichlich Zeit, um kräftig zu feiern. Begleitet von der Band „The Rainbows“, schunkelten auch Stadtallendorfs Stadtoberhaupt Christian Somogyi sowie dessen Vorgänger Manfred Vollmer fleißig mit.

Für ein weiteres Highlight des Abends sorgte Ortsvorsteher Hartmuth Koch. „Hurra! 50 … und voller Energie!“ lautete das Motto seiner Rede, das er sich in großen Lettern auf einem Schild um den Hals herum hängen ließ. Er sprach über neuartige Probleme in seiner Ehe, über die langen Zeiten der Gottesdienste unter Pfarrer Peter Bierschenk und die „Misere“ des Fußballvereins, der einfach nicht in die A-Liga aufsteigen wolle.

Mystisch wurde es mit „Zauberlehrling“ Fabian Schulz, der behauptete, per Hypnose einen Faschings-Gegner in einen echten Karnevalisten verwandeln zu können. Als Testperson fungierte der „Alt-Ahlendorfer“ Karl (Christoph Grimmel).

Als sich in Folge der Auftritte der Queen Mums und der Gleer Tanzmädels der Karneval in Niederklein dem Ende neigte, hatte der NKC noch einen Höhepunkt im Köcher. Mit dem wohl filigransten Auftritt des Abends beschloss das Männerballet die diesjährige Sitzung.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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