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Würfelglück verhilft zu halbem Schwein

Schweinsberg Würfelglück verhilft zu halbem Schwein

Hochbetrieb herrschte am Samstagabend an den Würfeltischen in der Gaststätte Schwab in Schweinsberg. Etwa 250 Besucher kamen zur Traditionsveranstaltung des SV Schweinsberg.

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Beobachtet von großen und kleinen Mitspielern versuchte Guido Heinzmann ebenfalls sein Glück beim Würfeln. Foto: Karin Waldhüter

Schweinsberg. Geschäftig summte und brummte es wie in einem Bienenstock am frühen Samstagabend im Saal des Gasthauses Schwab. „Fünf für ein Euro“ gab Karin Weber hinter den Spieltischen laut die Höhe des Spieleinsatzes und die Zahl der benötigten Mitspieler bekannt. Schnell fanden sich die gesuchten Spieler zusammen. Der neunjährige Noah triumphierte, riss begeistert die Arme hoch und nahm das Spiel in Empfang. An drei aneinandergereihten Tischen wurde an diesem Abend beim Kinderwürfeln gleichzeitig gespielt. Die Altersspanne der Spieler war groß und reichte vom Kleinkind bis hin zum Jugendlichen.

So unterschiedlich wie das Alter, so abwechslungsreich waren auch die Preise. Sie reichten von Gutscheinen für Kino, Pizza oder das AquaMar Schwimmbad über Kuscheltiere, Playmobil, Süßigkeiten bis hin zu dem Kinderhöchstpreis, einem hochwertigen Kopfhörer für das Handy. Die Einsätze lagen an diesem Abend zwischen fünfzig Cent und zwei Euro. Carsten Wittkopp, Verena Koch, Karin Weber, Ann-Kathrin Jung und Jolina Adomeit vom veranstaltenden SV Schweinsberg hatten alle Hände voll zu tun, um dem Ansturm der Kinder gerecht zu werden. Ein Gewinn nach dem anderen ging über die Würfeltische.

„Das Würfeln in Schweinsberg hat eine lange Tradition“, erzählte Angela Jung, stellvertretende Kassiererin des Sportvereins. Früher habe das Würfeln immer in Schwabs Saal stattgefunden, wurde dann aber in das Bürgerhaus und anschließend in das Sportheim verlagert. „Die Resonanz war dann nicht mehr so gut, auch weil viele Kinder den Weg in das abseits gelegene Sportheim allein nicht gehen durften und die Räumlichkeiten keine Atmosphäre hatten“, sagte Jung.

Vor fünf Jahren ging der Verein dann zurück zu den Wurzeln. Seitdem findet das Würfeln nun wieder in der nur noch für Feierlichkeiten geöffneten Gaststätte statt. „Der Saal ist nur einmal im Jahr so voll und das ist heute Abend“, freute sich Jung. Wie in den vergangenen Jahren rechnete sie mit rund 250 Besuchern.

Am Abend geht es um Gedecke

Während die Kleinen um Kinderpreise würfelten, ging es bei den Erwachsenen an zwei Würfeltischen um Wurst, Schnaps, Torten und Neujährchen. Ab acht Uhr wurde dann um „Gedecke“ gewürfelt. „Ein „Gedeck“ besteht aus Brot, Wurst und Schnaps und wird meistens gleich vor Ort verzehrt“, berichtete Jung. Wer an diesem Abend mit allen drei Würfeln eine Sechs würfelte, wurde auf eine Tafel geschrieben und konnte am Ende um die Hauptpreise spielen. Den Hauptpreis, ein halbes Schwein, erwürfelte sich Svenja Estor aus Schweinsberg. Die gesponserten Damen- und Herrenpreise, ein Essen für zwei Personen im Rosenpark in Marburg und ein ferngesteuerter Off-Road-Buggy gewannen Gabi Gregulez und Thomas Trautwein, ebenfalls aus Schweinsberg.

von Karin Waldhüter

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