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Wohratals Brücken gehen ins Geld

Sanierungsprojekte Wohratals Brücken gehen ins Geld

Für die kleine Gemeinde Wohratal sind Brückensanierungen seit Jahren ein Thema. Bürgermeister Peter Hartmann sieht das als Pflichtaufgabe an, bei der auch Versäumnisse der Vergangenheit auszugleichen sind.

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Die alte Sandsteinbrücke in der Gemündener Straße wird wohl die höchsten Sanierungskosten verursachen. Archivfoto: Hirsch

Wohratal. Der amtierende Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will in den nächsten Jahren mehr Geld für die Sanierung maroder Brücken auf Autobahnen und Fernstraßen ausgeben und damit einen eingeräumten Sanierungsstau langsam auflösen. Mit einem Sanierungsstau ist auch das kleine Wohratal bei seinen Brücken beschäftigt, und zwar inzwischen auch seit mehreren Jahren. Ein vom Gemeindeparlament abgesegnetes Programm wird Zug um Zug abgearbeitet. In diesem Jahr gab Wohratal „nur“ 75000 Euro für drei Brücken aus. am Ende kostet das Programm aller Voraussicht rund 500000 Euro, verteilt über einen Zeitraum von 3 Jahren.

Davon wurden bisher 178000 Euro verbaut. In diesem Jahr hat Wohratal Betonsanierungen an der Brücke Langendorfer Straße und am Gendalweg in Wohra und an der Brücke in der Hauptstraße in Halsdorf vorgenommen. Ein größeres Problem bei diesen schon jahrzehntealten Bauwerken sind Setzungen der Widerlager. Auf ihnen liegt der eigentliche Brückenkörper auf. Setzen sie sich, gibt es entsprechend an den Fahrbahnen und Bürgersteigen erkennbare Schäden. Dass sich die finanziell mit dem Rücken an der Wand stehende Gemeinde dabei auf das Nötigste beschränken muss, liegt auf der Hand. Statt großflächig zu sanieren gibt es Angleichungen von Fahrbahnbelägen.

Das wohl größte und teuerste Bauprojekt, die Sanierung der Brücke über die Bentreff an der Gemündener Straße in Wohra, hat die Gemeinde auf das nächste Jahr vertagt. Aktuell beziffert das planende Ingenieurbüro die Kosten mit 230000 Euro. Ende November soll dem Bauausschuss des Gemeindeparlaments der jetzige Planungsstand vorgestellt werden. Bürgermeister Hartmann hofft auf günstige Ausschreibungsergebnisse während der Wintermonate. Ansonsten stehen auch noch weitere kleinere Sanierungen bei Eisenbahnbrücken in Wohra und Langendorf und einer Brücke über den Warthebach an. Auch diese Arbeiten, in der Summe sind dafür noch einmal 87000 Euro fällig, will die Gemeinde möglichst noch im nächsten Jahr angehen.

Alle Sanierungen muss Wohratal alleine aus seinem Haushalt finanzieren, also primär über die Aufnahme von Krediten. Doch Bürgermeister Hartmann fühlt sich dabei keineswegs von Bund und Land im Stich gelassen. „Unsere Brücken sind unsere Pflichtaufgabe, die wir abarbeiten müssen“, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Zumal in Wohratal aus Hartmanns Sicht schon vor seiner Zeit klar gewesen ist, dass Sanierungsbedarf bei den Brücken besteht. Problematisch ist für ihn, dass es zu einigen Brücken zwar Vorschläge und Auflagen von den Denkmalschutz-Behörden gibt, allerdings keinerlei Zuschüsse.

von Michael Rinde

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