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Drei Schulen sind die Vorreiter

Ipad-Klassen Drei Schulen sind die Vorreiter

Nach längerem Vorlauf nahmen 70 Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 der Mittelpunktschule (MPS) Wohratal ihr nagelneues iPad in Empfang und vor allem auch mit nach Hause.

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Schuldezernent Marian Zachow übergab die ersten Tablet-Computer an Schüler der Mittelpunktschule Wohratal.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Wohratal. Es sollten wohl möglichst viele Schulen an dem Projekt „iPad-Klassen“ des Landkreises teilnehmen, mutmaßt Schulleiter Michael Vaupel. Am Ende sind es drei Schulen im Landkreis, die bei dem Pilotprojekt am Start sind. Dazu gehören neben der MPS Wohratal die Gesamtschule Ebsdorfergrund, sowie die Georg-Büchner-Schule in Stadtallendorf. Insgesamt werden es 144 Schüler sein.

Auf eine Anfrage des Schulträgers habe er sich umgehend gemeldet, und als die MPS eine positive Rückmeldung bekam, wurde zuerst eine Lehrerkonferenz einberufen. Ausnahmslos alle 25 Lehrer seiner Schule hätten sich bereit erklärt, sich in ihrer Freizeit fortbilden zu lassen, um an dem Projekt teilnehmen zu können, lobte Vaupel das Entgegenkommen seiner Pädagogen. Einzig dass jeder Lehrer sich ein eigenes iPad kaufen musste, stieß nicht auf uneingeschränkte Zustimmung.

Überzeugungsarbeit notwendig

Auch bei den folgenden Elternabenden war harte Überzeugungsarbeit nötig, mussten doch die Eltern ebenfalls einen nicht unerheblichen Obolus zu den iPads beitragen. 200 Euro zahlen die Eltern an Eigenanteil. Der Landkreis bringt insgesamt 27000 Euro für das Projekt auf. Hinzu kommen die Versorgung mit an den Unterricht angepassten Apps, Fortbildungen für Lehrer und die Verwaltung sowie der technische Support der Geräte.

„Ja“, der Unterricht finde immer noch im Klassenzimmer statt - und „Nein“, die Handschrift ihrer Kinder werde nicht unter dem Einsatz des neuen Mediums leiden, so Vaupel. Das schließlich alles klappte, daran habe auch der Förderverein der Schule einen nicht unerheblichen Anteil gehabt, freute sich Vaupel über die unbürokratische finanzielle Unterstützung, wo sie dringend nötig war.

Die Arbeit mit Computern im Unterricht gehört schon seit Jahren zum Angebot vieler Schulen im Landkreis. Die Arbeit mit iPads war bisher aber nur über die Ausleihe von iPad-Koffern am Medienzentrum in Kirchhain möglich. Das bedeutete ein zeitlich begrenztes Arbeiten, was folglich nur einen geringen Ertrag lieferte.

Zachow neugierig auf die Ergebnisse

Auf den Schuldezernenten Marian Zachow warteten bei der Übergabe Schüler der Klasse 8a und ihr Klassenlehrer Thomas Betting. Er freue sich, dass man mit dem Projekt hessenweit ganz vorne dabei sei, sagte der stellvertretende Landrat vor der Ausgabe der Geräte. Jetzt könne man endlich nicht nur temporäre, sondern Langzeit-Erfahrungen mit dem Medium „Tablet“ sammeln.

Dabei gelte: „Qualität vor Schnelligkeit“, räumte Zachow den beteiligten Klassen eine angemessene Zeit ein, sich mit den kleinen iPads vertraut zu machen. „Ich bin selbst gespannt, was dabei herauskommt“, kommentierte er abschließend. Mit leuchtenden Augen nahmen anschließend die Schüler ihr neues Lernmittel aus den Händen des Dezernenten entgegen. Felix, Tarik, Justin und Paul waren besonders ungeduldig, ihr Gerät in Händen zu halten und einzuschalten, haben doch alle vier bereits gute Vorkenntnisse durch eigene Computer zu Hause.

von Heinz-Dieter Henkel

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