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Wohratal wehrt sich gegen Kreisumlage

Resolution Wohratal wehrt sich gegen Kreisumlage

Die Gemeinde Wohratal fordert vom Landkreis Marburg-Biedenkopf eine Absenkung der Kreisumlage. Eine entsprechende Resolution verabschiedeten die Mitglieder der Gemeindevertretung am Dienstagabend während ihrer Weihnachtssitzung einstimmig.

Wohra. „Die Gemeinde Wohratal fordert den Landkreis Marburg-Biedenkopf auf, die Kreisumlage wieder zu senken, um so die kreisangehörigen Städte und Gemeinden bei ihren Bestrebungen für einen Haushaltsausgleich zu unterstützen“, heißt es in der Resolution, die im Bürgerhaus in Wohra erörtert wurde. Hinter der Resolution stehen zwei Tatsachen:

n Seit mehr als 15 Jahren erhalten Hessens Kommunen weniger Geld an Schlüsselzuweisungen vom Land, als sie an Kreis- und Schulumlagen an die Landkreise zu bezahlen haben. Diese Schere geht zu Lasten der Städte und Gemeinden auseinander. n Der Entwurf für den Ergebnishaushalt 2013 des Landkreises Marburg-Biedenkopf schließt im Ergebnishaushalt mit einem Überschuss von 4,6 Millionen Euro ab. Gleichwohl steigt die Kreisumlage gegenüber 2012 erneut um 2 Prozent. Bürgermeister Peter Hartmann rechnete den Gemeindevertretern vor, dass Schul- und Kreisumlage zusammen inzwischen 58 Prozent und damit den möglichen Höchstbetrag erreicht haben. Für Wohratal ergebe sich 2013 bei der Schulumlage eine geringe Entlastung um 8344 Euro auf 376126 Euro. Dagegen verteuere sich die Kreisumlage für die Gemeinde um 96653 Euro auf 784263 Euro. Insgesamt stiegen die Aufwendungen für Kreis- und Schulumlage um 88309 Euro auf 1,6 Millionen Euro, erklärte Hartmann.Überhaupt zogen sich die Finanzen wie ein roter Faden durch die Sitzung. Der Bürgermeister hatte dazu schlechte, gute und wiederum schlechte Nachrichten. Wegen Einbrüche bei der Gewerbesteuer-Vorauszahlung müsse die Gemeinde nach einer Mitteilung des Finanzamtes für 2012 mit einem weiteren Ertragsausfall in Höhe von rund 36500 Euro rechnen. Dagegen könne Wohratal 2014 laut einer Prognose mit Mehreinnahmen in Höhe von 204000 Euro rechnen, die sich im Wesentlichen aus erhöhten Schlüsselzuweisungen, mehr Steuereinnahmen und einer neuen Investitionspauschale zusammensetzten. Kehrseite der Medaille: fast die Hälfte des Geldsegens müsse an die Kreisumlage abgeführt werden, erklärte Hartmann, worauf das Wort vom Verschiebebahnhof im Parlament die Runde machte. Radweg von Langendorf nach Rosenthal wird gebaut Noch Redebedarf sieht der Bürgermeister bei den Leistungen, die die Gemeinde 2013 für die kirchlichen Kitas zu erbringen hat. Auf seinen Antrag hin überwies das Haus diesen Tagesordnungspunkt einstimmig in den Haupt- und Finanzausschuss.Bevor Karl-Ludwig Bubenheim als Vorsitzender der Gemeindevertretung zum gemeinsamen Abendessen bat, gaben die Parlamentarier noch einmal Geld aus. Sie fassten einstimmig den Baubeschluss für den Ausbau des Radfernweges R 6 zwischen Langendorf und Rosenthal. Der von der Gemeinde zu zahlende Restbetrag legt bei knapp 15000 Euro.

von Matthias Mayer

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