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Wohratal sagt Ja zum Ausbau

Gemeindeparlament Wohratal sagt Ja zum Ausbau

Für den weiteren Ausbau des Internet-Breitbandnetzes stellt auch die ­Gemeinde Wohratal im nächsten Jahr Geld bereit. Damit sollen verbliebene Schwachpunkte im Netz beseitigt werden.

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Gemeindeparlaments-Vorsitzender Karl-Ludwig Bubenheim (links) und Bürgermeister Peter Hartmann (rechts) ehrten Hans-Georg Scheufler, Klaus Dressler, Brigitte Pandikow und Heiko ­Dawedeit.

Quelle: Michael Rinde

Wohratal. Klaus Bernhard, Geschäftsführer der Breitband GmbH Marburg-Biedenkopf, brauchte am Dienstagabend keine Überzeugungsarbeit mehr zu leisten. In einem Vortrag informierte er die Gemeindevertreter über das aktuelle Ausbauprojekt und die Situation in Wohratal. Die Gemeinde wird im nächsten Jahr 28300 Euro zum zweiten Ausbauprojekt beitragen.

Ziel ist es, Gebiete, die nach dem ersten Ausbau „nur“ mit einer Bandbreite von unter 30 Mbit pro Sekunde ausgestattet sind, auf Bandbreiten zwischen 30 und 50 Mbit pro Sekunde zu bringen (die OP berichtete mehrfach). Bernhard legte in der Sitzung eine Liste von Haushalten vor, in denen das in Wohratal zutrifft. Darunter sind beispielsweise Teile des Heckenweges in Halsdorf oder des Ribbachweges in Wohra. Je nach Situation vor Ort könnten noch einmal Erdarbeiten nötig sein, weitere Kabelverzweiger wären aufzustellen.

Verträge könnten Anfang 2017 geschlossen werden

Die Verbesserung der Versorgung mit schnellstmöglichem Internet dürfte wieder durch die Telekom erfolgen, die bisher als einziges Unternehmen Interesse bekundet hat. Je nach Ausschreibung, so Bernhard, könnten Anfang nächsten Jahres die Verträge geschlossen werden. Er hält eine kreisweite Bauzeit zwischen einem und anderthalb Jahren für realistisch. Möglich wird das zweite Ausbauprojekt nur dank Förderungen von Land und Bund. Das Land hat bereits drei Millionen Euro zugesagt, die Entscheidung des Bundes steht noch aus. Das Wohrataler Gemeindeparlament stimmte geschlossen für die Ko-Finanzierung.

  • Das Gemeindeparlament billigte einstimmig und ohne Widerspruch die Jahresabschlüsse für 2009, 2010, 2011, 2012 und 2013. Damit sind die Gemeindevorstände für diesen Zeitraum entlastet. Dr. Gerhard Willmund (CDU) formulierte stellvertretend: „Es steht nach dem Urteil der Revision fest, dass der Gemeindevorstand und die Verwaltung sauber gearbeitet haben“.

Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos) informierte die Parlamentarier an diesem Abend auch über die aktuelle finanzielle Situation der Gemeinde. Es zeichnet sich anhand der Zahlen des ersten Quartals und Hochrechnungen der Gemeindeverwaltung ein sattes Plus bei der Gewerbesteuer ab. Abzüglich der von der Gemeinde zu zahlenden Gewerbesteuerumlage verblieben nach aktuellem Stand 162000 Euro mehr. Ob sich die Steuereinnahmen weiter so entwickeln, bleibt abzuwarten. Entscheidend werden die Zahlen des zweiten und dritten Quartals sein.

  • Karl-Ludwig Bubenheim als Vorsitzender des Gemeindeparlaments verabschiedete frühere Gemeindevertreter, die dem Gremium nicht mehr angehören. Dies sind Brigitte Pandikow, Hans-Georg Scheufler, Klaus Dressler und Heiko Dawedeit. Er überreichte ihnen ein Präsent und einen Blumenstrauß als Anerkennung für ihren ehrenamtlichen Einsatz für die Gemeinde.

von Michael Rinde

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