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Wohnanlage schließt Lücke teilweise

Neuerung Wohnanlage schließt Lücke teilweise

Die Bauarbeiter rücken in diesen Wochen ab, die neue Wohnanlage Herrenwald an der Niederkleiner Straße steht kurz vor der Vollendung. 29 seniorengerechte Wohnungen sind entstanden.

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An den Außenanlagen und teilweise auch noch im Inneren einzelner Wohnungen wird noch ­gearbeitet. Ab 1. August ziehen die ersten Mieter ein. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Am 1. August ziehen die ersten Mieter in die neue Seniorenwohnanlage ein. Von den 29 Wohnungen unterschiedlicher Größe hat die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Nordhessen aktuell 19 vermietet. Die Awo ihrerseits hat den Komplex vom Bauherrn, der Siedlungsgenossenschaft Herrenwald, komplett angemietet (die OP berichtete). Damit steht ein Projekt vor der Vollendung, das in einer Initiative des Stadtallendorfer Seniorenbeirates seinen Anfang nahm. Die Wohnungen mit einer Größe von 55 bis zu 70 Quadratmetern liegen in direkter Nachbarschaft zu der Teichanlage Iglauer Weg, die aller Voraussicht nach im nächsten Jahr zu Parkanlage mit „Rasenmulde“ wird (siehe Bericht von Freitag). Auf die Frage, welche Lösung der Awo lieber wäre, antwortet Awo-Nordhessen-Geschäftsführer Michael Schmidt eindeutig. „Das kommentiere ich nicht, das ist eine Angelegenheit, die die Stadt entscheidet“, sagt Schmidt.

Noch sind nicht alle Wohnungen vermietet. „Wir haben Interessenten, einige müssen vor Abschluss eines Mietvertrags noch Angelegenheiten regeln“, erläutert. Dabei gelte der Grundsatz „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Sprich: Schmidt geht davon aus, dass alle Wohnungen schnell vergeben sein dürften.

Beim Rundgang durch Musterwohnungen fällt auf, dass auf wichtige Details Wert gelegt wurde. Türen sind ausreichend groß, die Duschen ebenerdig. Bürgermeister Christian Somogyi sieht dieses Projekt als „einen Mosaikstein“ auf dem Weg, die steigende Nachfrage in Stadtallendorf nach derart ausgestatteten Wohnungen zu befriedigen. Teil des Konzepts dieser „Wohnanlage Herrenwald“, wie die Awo sie getauft hat, ist der großzügige Gemeinschaftsraum.

Weitere gemeinsame Projekte sind denkbar

In ihm sind Treffen wie auch private Veranstaltungen möglich. „Die Bewohner sind unsere Mieter, keiner wird dabei zu irgendetwas gedrängt“, betont Michael Schmidt.

Schon bei der ersten Präsentation vor rund drei Jahren hatten Herrenwald und Awo signalisiert, dass sie sich eine langfristige weitere Zusammenarbeit vorstellen könnten. Sprich: Bei entsprechender Nachfrage könnte es weitere Bauprojekte nach diesem Modell geben. „Wir sind eine gute Verbindung eingegangen, die können wir bei Bedarf ausbauen“, sagt Herrenwald-Geschäftsführer Konrad Busch. Die neue Wohnanlage stellt kein „betreutes Wohnen“ im klassischen Sinne dar. Senioren, die Hilfsangebote benötigen, können sie bei der Awo oder auch anderen Dienstleistern allerdings hinzubuchen, über Hausnotruf bis zu Pflegeleistungen.

Die Awo Nordhessen hat nach eigenen Angaben derzeit 29 Pflegeheime mit 2300 Plätzen. Hinzu kommen seniorengerechte Wohnungen an sieben verschiedenen Standorten im Gebiet der Awo-Nordhessen.

Wer in Stadtallendorf an die Awo denkt, hat häufig zuerst das Altenpflegezentrum am Lohpfad vor Augen. Wie die OP berichtete, plant die Arbeiterwohlfahrt eine Sanierung. Am Freitag wurde Michael Schmidt etwas konkreter. Inzwischen gibt es konkrete Planungen. Schmidt spricht von Sanierung des bestehenden Gebäudes und einem Neubau. Für den Neubau möchte die Wohlfahrtsorganisation ein Grundstück der Stadt kaufen. Bürgermeister Somogyi steht dem offen gegenüber. Gedacht sei auch an eine „Optimierung und Erweiterung“ von Kurzzeit- und Tagespflege. Auch die Platzzahl im Pflegezentrum will die Awo leicht erhöhen. Im Herbst soll es Gespräche über die Finanzierung geben. Für die Awo wird dieses Vorhaben ein Millionenprojekt. „Für uns ist es jetzt das wichtigste Großprojekt, das wir angehen wollen. Es hat erste Priorität“, betont Schmidt. Auf einen Termin für den Baubeginn will er sich derzeit aber noch nicht festlegen.

von Michael Rinde

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