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Wo der Name auch Programm ist

Vereinsgründung Wo der Name auch Programm ist

In drei Jahren wird das Dorf Bracht 777 Jahre alt - dies wollen die Einwohner entsprechend feiern. Ein großer Schritt zur Organisation der Festlichkeiten ist bereits gemacht: Es gibt einen neuen Verein.

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Bürgermeister Michael Emmerich (von links) mit dem neu gewählten Vorstand: Regina Kranz (2. Schriftführerin), Anna-Lena Schütz (Kassiererin), Franziska Wagner (Vorsitzende), Norbert Merlau (2. Kassierer), Jens Naumann (2. Vorsitzender), Ortsvorsteher Karl-Heinz Koch und Jutta Schäfer (Schriftführerin).

Quelle: Yanik Schick

Bracht. Die rund 40 Gründungsmitglieder nahmen sich lange Zeit, um über einen passenden Vereinsnamen zu beraten. Ein Beamer projizierte dazu etliche Vorschläge an die Wand im kleinen Saal der Mehrzweckhalle. Der Name, darin waren sich die Wortführer im Kern einig, sollte den Charakter und das Programm des neuen Zusammenschlusses greifbar machen, aber gleichzeitig auch modern und attraktiv für jüngere Generationen sein.

Nach ausführlichen Diskussionen fiel die Entscheidung mit großer Zustimmung: der Verein, der 2018 die Festlichkeiten anlässlich der 777-Jahr-Feier in Bracht organisieren soll, heißt „Kultur.Leben.Bracht“. Und der Name soll auch Programm sein.

„Wir wollen uns jetzt die Zeit nehmen, um alle Leute aus Bracht ins Boot holen zu können“, sagte Franziska Wagner, die von der Versammlung am selben Abend zur Vereinsvorsitzenden gewählt wurde, im Gespräch mit der OP. „Ich bin mir sicher, dass wir die drei Jahre zur Vorbereitung brauchen werden.“

„Kultur.Leben.Bracht“ will im Dorfleben eine tragende Rolle einnehmen

Der Ortsbeirat hatte sich bereits frühzeitig Gedanken um das Festjahr 2018 gemacht und die Einwohner im Juli zu einer Sitzung eingeladen, die klären sollte, wer für die Ausrichtung zuständig sein soll. Als Ergebnis dieser ersten Aussprache leitete der Ortsbeirat damals sämtliche Voraussetzungen für die Gründung eines eigenen Vereins in die Wege.

Rechtsanwalt Sascha Schneider hatte die Satzung vorbereitet, die von den Gründungsmitgliedern noch einmal besprochen und am Ende einstimmig akzeptiert wurde.

Nach einigem Hin und Her heißt es nun im zweiten Paragraph: „Zweck des Vereins ist die Förderung der Kultur und Entwicklung der Lebensvielfalt in Bracht.“ Diese Selbstdefinition ist dabei bewusst offen gewählt, denn „Kultur.Leben.Bracht“ will nicht nur bei der 777-Jahr-Feier seinen Einfluss wirken lassen, sondern auch langfristig im Dorfleben Brachts eine tragende Rolle einnehmen.

In kommenden Wochen und Monaten werden erste Ideen gesammelt

„Wir haben in den Sitzungen gemerkt, dass Bedarf besteht, den Zusammenhalt im Dorf zu fördern“, erklärte Ortsbeiratsmitglied Karin Lippert.

Der neu gewählte Vorstand hat jetzt den Auftrag der Mitglieder, „Kultur.Leben.Bracht“ in das Vereinsregister einzutragen. Danach können die Planungen für 2018 mit voller Kraft beginnen.

„Was genau wir machen werden, lassen wir noch vollkommen offen“, betonte die Vorsitzende Franziska Wagner, „wir möchten jedem die Möglichkeit geben, sich zu engagieren und seine Stärken einzubringen“. Wenn in den kommenden Wochen und Monaten die ersten Ideen gesammelt sind, soll es eine weitere Versammlung geben.

von Yanik Schick

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