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Wo der Bauhof nur wenig zu tun hat

Rüdigheimer Verschönerungsverein feierte Jubiläum Wo der Bauhof nur wenig zu tun hat

Wer durch Rüdigheim fährt sieht an vielen Stellen liebevoll gepflegte Anlagen, Blumenrabatte und Hinweistafeln, meist entstanden und gepflegt durch die Arbeit des ­genau 100 Mitglieder ­starken Verschönerungsvereins.

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Zahlreiche Mitglieder des Rüdigheimer Verschönerungsvereins wurden von der Vorsitzenden Hiltrud Biecker (vorn) zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden Gerhard Schraub für 40-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Foto: Alfons Wieber

Rüdigheim. Bei der Jahreshauptversammlung feierten Mitglieder und Vorstand auch das 40-jährige Bestehen des Vereins. Ob es ein Zufall war, dass dazu gerade 40 Mitglieder gekommen waren und fast 40 Gründungsmitglieder geehrt wurden?

In ihrem Rückblick nahm die Vereinsvorsitzende Hiltrud Biecker Bezug auf die Vereinsgeschichte und dankte dabei ganz besonders Gerhard Schraub, der als Gründungsvorsitzender vom ersten Vereinstag am 9. Dezember 1973 bis in 2006 33 Jahre lang nicht nur die Lokomotive, sondern auch Zugführer und Schaffner des Vereins zugleich gewesen war.

„Gerhard, wenn Du nicht gewesen wärst, gäbe es uns nicht und wir wären auch nicht so weit gekommen“, unterstrich Hiltrud Biecker die herausragende Bedeutung ihres Vorgängers im Amt. Er habe es immer wieder verstanden, die Vereinsmitglieder zu motivieren. Und er habe immer wieder ein Türchen entdeckt, um an Zuschüsse heranzukommen.

Zur Gaudi der Anwesenden hielt sie ihre Rückblende auf die bisher 40-jährige Vereinsgeschichte vollständig in „Rerrekemmer Platt“. „Getronke hu mer so manchen ewern Durscht en gegässe äch so manche Worscht“, bemerkte sie im Hinblick auf die gemütlichen Zusammenkünfte zur Förderung des Vereinszusammenhalts.

Als jüngste Errungenschaft freute sich die Vorsitzende über die mittlerweile aufgestellten sechs Hundetoiletten, die dazu beitragen sollen, dass das Ortsbild noch ansprechender wird. 1360 Euro hatte der Verein dafür ausgegeben, 500 Euro steuerte die Stadt Amöneburg dazu. Die Stadt übernimmt auch die Reinigung der Behälter.

Die Preisgelder flossenin die Vereinsarbeit

In seinem persönlichen Rückblick erinnerte sich der Ehrenvorsitzende Gerhard Schraub gerne an die Erfolge, die der Verein und damit Rüdigheim bei den Teilnahmen am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, gehabt hatte. Die dabei erzielten Preisgelder waren anschließend immer wieder in die Vereinsarbeit eingeflossen. „Dadurch und durch die Mithilfe aller Vereinsmitglieder hat unser Ort ein sehr ansprechendes Erscheinungsbild bekommen“, freute sich Schraub.

Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg dankte in seinem Grußwort den Vereinsmitgliedern für ihre Arbeit, um die Optik des Ortes in einem solchen Maß positiv zu verändern. „Es ist schön, dass es Menschen gibt, die sich ehrenamtlich so zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen. Hier hat der Bauhof am wenigsten zu tun“, lobte das Stadtoberhaupt die Eigeninitiative.

Bei den turnusmäßigen Neuwahlen des Vereinsvorstandes, bei dem Bürgermeister Richter-Plettenberg als Wahlleiter fungierte, gab es nur eine Veränderung. An Stelle von Alfons ­Gehring, der auf eigenen Wunsch als Beisitzer aus dem Vorstand ausschied, wählten die Anwesenden einstimmig Horst Pfeiffer.

Vorsitzende bleibt Hiltrud Biecker. Stellvertreter ist Alois Witzel und Gerhard Gawlitza bleibt Schriftführer. Für die Kassenführung ist nach wie vor Burkhard Wachtel verantwortlich. Als zweite Beisitzerin wurde Kornelia Birk ebenfalls wiedergewählt. Zum zweiten Kassenprüfer bestimmte die Versammlung Bernd Birk.

von Alfons Wieber

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