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Wissenschaftler wechselt auf die Kanzel

Neuer Pfarrer für Langenstein und Niederwald Wissenschaftler wechselt auf die Kanzel

Die Vakanz in den evangelischen Kirchengemeinden Langenstein und Niederwald ist beendet. Dr. Christoph Koch tritt am Montag sein Amt als neuer Gemeindepfarrer an.

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Pfarrer Dr. Christoph Koch und Marina Koch leben mit ihren Kindern Anna (rechts), Moritz und
Emma in einem paradiesischen Umfeld. Der Langensteiner Kirchgarten gehört dazu. Foto: M. Mayer

Langenstein. Sein Einführungsgottesdienst findet bereits am Sonntag ab 14 Uhr in der Langensteiner Jakobskirche statt. Die Besonderheit: In diesem Gottesdienst wird Dr. Christoph Koch, der seine erste Pfarrstelle antritt, auch ordiniert. Üblicherweise werden die Pfarramtsanwärter eines Jahrgangs gemeinsam in der Kasseler Martinskirche durch Bischof Professor Martin Hein ordiniert.

Da der neue Langensteiner Pfarrer nach seinem Theologiestudium in Marburg, Göttingen und Heidelberg und seinem Vikariat in der Schwalm zunächst noch ein wissenschaftliches Projekt seines Doktorvaters in Heidelberg begleitete und an der dortigen Uni Altes Testament unterrichtete, wurde er zunächst nicht ordiniert. Die feierliche Ordination - Segnung des neuen Pfarrers und öffentliche Entsendung, die christliche Botschaft zu verkündigen und die von Jesus Christus eingesetzten Sakramente Taufe und Heiliges Abendmahl zu verwalten - nimmt am Sonntag Propst Helmut Wöllenstein vor.

Christoph Koch stammt aus der Region, wurde in Marburg geboren und wuchs in Burgwald-Ernsthausen auf und machte an der Frankenberger Edertalschule Abitur. Zu seinem Beruf, der zugleich Berufung ist, führten ihn mehrere Wege: Christoph Koch nennt die Jugendarbeit seiner Gemeinde vor und nach der Konfirmation, die Ermutigung durch seinen Gemeindepfarrer, seine musikalischen Fähigkeiten auch kirchenmusikalisch zu nutzen, Orgel zu lernen, und als Organist und Chorleiter zu wirken, den Religionsunterricht, den er als intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben erlebt hat und letztlich auch den Zivildienst, den er an der evangelischen Kirchengemeinde Bottendorf ableistete.

Die Bottendorfer Zeit war besonders prägend für den Theologen: Dort lernte er seine Frau Marina kennen und den Wert, den ein offenes Pfarrhaus für eine Gemeinde haben kann. Seine Frau und seine Kinder Anna (7), Moritz (5) und Emma (2) hat er natürlich mit nach Langenstein gebracht - ebenso die Absicht, ein offenes Pfarrhaus zu führen.

„Hier kann man sich als Pfarrer nicht hinter Mauern verstecken“, sagt der Pfarrer mit Blick auf die traumhafte und exponierte Lage des Pfarrhauses mitten im Ort neben Kirche und Kirchgarten. Von den Langensteinern und den Niederwäldern seien er und seine Familie herzlich aufgenommen worden, sagte der Familienvater, der die freien Tage noch nutzt, die Umzugskartons auszuräumen und das Haus zu möblieren.

Zudem ist ihm die Vorfreude auf die neue Aufgabe anzumerken: „Ich komme in eine sehr aktive Gemeinde mit vielfältigen Angeboten. Ich werde zuerst alle Gruppen besuchen, zuhören und lernen“, kündigt er an.

von Matthias Mayer

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