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„Wir sind nur kleine, verunsicherte Angeber“

"Status Quo" „Wir sind nur kleine, verunsicherte Angeber“

Am 15. August rockt Status Quo das Herrenwaldstadion. Einen Tag vor seinem 60. Geburtstag sprach die OP mit Frontmann Francis Rossi über das Altern, Casting-Stars und natürlich den Auftritt in Stadtallendorf. Status-Quo-Sänger Francis Rossi spricht im OP-Interview über die Höhen und Tiefen eines Rockstars.

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OP: Herr Rossi, Sie sind jetzt 60 Jahre alt….
Francis Rossi: Hey, noch nicht ganz. Hetzen Sie mich nicht so (lacht).

OP: Verzeihung…Sie sind nun – fast – 60 Jahre alt, haben mehr als 5.500 Shows vor 24 Millionen Menschen gespielt und sind „still rocking all over the world“ – um mal einen Ihrer größten Hits zu zitieren. Woher nehmen Sie die Kraft?
Rossi: Ich weiß nicht so recht. Ich mache meinen Job einfach auch nach all den langen Jahren immer noch sehr gerne. Und ich halte mich auch körperlich fit, um dazu in der Lage zu sein, als fast 60-Jähriger noch immer auf Bühnen in der ganzen Welt zu stehen. Ich glaube sogar, dass ich heute mit 60 fiter bin als im Alter von 30 oder 40 Jahren.

OP: Haben Sie einen speziellen Rossi-Fitness-Plan?
Rossi: Nicht wirklich, ich gehe fünf Mal die Woche ins Fitnessstudio, um meine Form zu halten. Ich muss mich jedes Mal echt dazu zwingen, weil ich es eigentlich hasse. Aber letztlich fühl- ich mich deshalb in meinem Körper so wohl.

OP: Aber Sie müssten ja eigentlich gar nicht mehr „arbeiten“. Was ist es, das Sie immer weitermachen lässt?
Rossi: Ich liebe es, vor Tausenden Menschen zu stehen und sie zu unterhalten. Ich habe ein Problem, das viele Rockstars haben. Im Grunde unserer Herzen sind wir nur kleine, verunsicherte Angeber. Da ist etwas in Menschen wie mir, das uns dazu zwingt, uns vor Publikum darzustellen. Wir brauchen es einfach, gemocht zu werden.

OP: Status Quo ist die erfolgreichste britische Singleband aller Zeiten. Aber Quo ist auch eine der Bands, die am härtesten arbeiten. Und das nur, weil Sie „kleine, verunsicherte Angeber“ sind, wie Sie sagen?
Rossi (lacht): Ja, genau. Und wir machen das schon so lange. Durch die Welt zu touren, ist das Schönste, was es gibt. Man kann einfach nicht damit aufhören. Natürlich gibt es auch Zeiten, in denen ich herumnörgele und froh bin, wieder irgendwann Mal zu Hause zu sein. Aber ich weiß auch, wie glücklich wir uns schätzen können, solch ein Leben leben zu dürfen. Ich habe ein fantastisches Leben. Ich habe alles, wovon ich immer geträumt habe.

von Nadine Weigel

Das vollständige Interview lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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