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"Wir müssen zusammenrücken"

Pastoralverbund "Wir müssen zusammenrücken"

Am Sonntag, dem Festtag des Heiligen Bonifatius, feiern die 13 zugehörigen Kirchengemeinden das zehnjährige Bestehen des Pastoralverbundes St. Bonifatius Amöneburg.

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In der Amöneburger Stiftskirche findet am Sonntag ab 10.30 Uhr ein Gottesdienst für den Pastoralverbund statt.Foto: Tobias Hirsch

Quelle: Tobias Hirsch

Amöneburg. Zehn Jahre ist der Zusammenschluss von 13, rund um Amöneburg gelegenen Kirchengemeinden her. „Wir sind auf dem Weg, als Kirche immer enger zusammenzurücken. Das klappt mal besser, mal weniger gut“, kommentiert Pfarrer Marcus Vogler, der Moderator des Pastoralverbundes St. Bonifatius. Dieses Zusammenrücken sei schließlich auch mit Trauerprozessen verbunden, da „nicht mehr alles in allen Gemeinden stattfinden kann“.

Dies dürfe aber nicht nur negativ betrachtet werden, sagt er und betont, dass der Gemeinschaftsaspekt wichtig sei. Es sei schließlich schöner, einen gemeinsamen Gottesdienst in einer Kirche voller Gläubigen zu feiern, als zwei Gottesdienste in halbleeren Kirchen. „Es bricht nicht alles ab, es entstehen neue Formen“, hebt Vogler hervor und lädt die rund 9200 Gläubigen des Pastoralverbundes für Sonntag nach Amöneburg ein, um das zehnjährige Bestehen des Zusammenschlusses zu feiern. Dort findet ab 10.30 Uhr in der Stiftskirche ein Gottesdienst statt, den Vogler gemeinsam mit den Franziskaner-Patern Josua Wojciak, Erhard Olwert und Lucjan Hozer sowie Pfarrer Andreas Schött und den Diakonen Wilfried Jockel, Gerhard Jungmann und Dr. Paul Lang zelebriert - entsprechend gibt es am Sonntagmorgen in den Pastoralverbund-Mitgliedsgemeinden keine eigenen Gottesdienste.

Vogler hofft, dass sich das Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt. In den vergangenen Jahren hätten sich die Seelsorgeeinheiten Amöneburg, Kirchhain und Bauerbach „herauskristallisiert“: „Es haben sich kleine Einheiten entwickelt - noch denken die Gläubigen nicht in der nächstgrößeren Einheit“, sagt er und weist daraufhin, dass sie dies bald aber müssten. Dies sei schließlich ein Ergebnis einer Tagung des Bistums Fulda in Amöneburg gewesen: „Eines der Ziele ist, dass der Pastoralverbund künftig eine Pfarrei­größe ist. Wir haben den Boden bereitet für den nächsten Schritt. Die Gläubigen kennen sich und machen gemeinsame Aktionen. Ich glaube aber, dass es nochmal zehn Jahre dauert, bis wir wirklich im Pastoralverbund zusammengerückt sind.

Das Programm

In den Kirchen der Seelsorgeeinheit Amöneburg beginnt am Sonntag um 10 Uhr eine Sternwallfahrt. Um 10.30 Uhr findet in der Stiftskirche dann ein Festgottesdienst statt - parallel gibt es eine Kinderkirche. Nach dem Gottesdienst geht es auf das Gelände der Stiftsschule, wo Kaffee und Kuchen auf die Gläubigen warten. Zum Unterhaltungsprogramm gehören Blasmusik und Chorgesang von Gruppen aus dem Pastoralverbund sowie Bastel- und Spielangebote für Kinder. Ab 14 Uhr spielen acht Messdiener-Teams um den Boni-Cup. Das Fest endet um 18 Uhr mit einer Vesper.

von Florian Lerchbacher

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