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Windpark soll im März am Netz sein

Energiewende Windpark soll im März am Netz sein

Rund 80 Meter ragen die fünf Betontürme im Roßdorfer Wald in den derzeit grauen Himmel. Noch sind sie "kopflos" - doch das soll sich bald ändern. Dafür rollt extra schweres Gerät an.

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Der „Kopf“ der Windkraftanlage wird nicht etwa vom Nebel verschluckt – er fehlt tatsächlich noch.

Quelle: Florian Lerchbacher

Roßdorf. Es geht voran im Roßdorfer Wald. „Die Fortschritte sind sehr gut“, kommentiert Silvan Schumacher, Projektleiter der Firma Juwi, die für den Bau der fünf Windräder zuständig ist. Die Arbeiten an den Betonturmteilen sind abgeschlossen. Anfang bis Mitte Februar werden die Stahlsegmente auf die Betonturmteile gesetzt, anschließend sind Gondel und Rotorblätter an der Reihe.

Für den Transport der rund 60 Meter langen Rotorblätter musste der Heskemer Kreisel zurückgebaut werden: „Es kommt aufgrund der Länge der Rotorblätter öfters vor, dass für die Zufahrt zum Windpark Umbaumaßnahmen notwendig sind“, sagt Schumacher, dessen Arbeitgeber für den Umbau aufkommen muss. „Die Kosten unterscheiden sich je nach Umfang der nötigen Maßnahmen. Sie sind aber in die Projektbilanz ,eingepreist‘“, berichtet er und stellt heraus, dass der Kreisel im Anschluss wieder in den Ursprungszustand versetzt werde.

14 Kilometer Kabeltrasse

Parallel zu den Arbeiten an den Türmen wird die Kabeltrasse bis zum Umspannwerk nach Stadtallendorf verlegt. „Die sehr lange unterirdische Kabeltrasse von rund 14 Kilometern bis nach Stadtallendorf ist sicherlich etwas Besonderes“, sagt Schumacher. Die Rechtsfragen seien schon lange geklärt: „Dank der Unterstützung vieler Grundstückseigentümer haben wir schon im vergangenen Jahr die Genehmigung zur Verlegung erhalten.“

Der Park soll voraussichtlich im März ans Netz gehen. Ob Juwi noch zwei weitere angedachte Windräder im Roßdorfer Wald bauen darf, steht noch aus. „Es werden derzeit Gespräche mit unterschiedlichen Behörden zu den beiden geplanten zusätzlichen Windenergieanlagen geführt. Wir sehen gute Chancen, dass beide Windenergieanlagen realisiert werden können“, hofft Schumacher.

Großkran kommt am 15. Februar

Die Stadt verfolgt das Projekt derweil mit großem Interesse. Es möge zwar so aussehen, als wenn dieser Tage an den Anlagen nichts passiere. Firmen würden sich aber derzeit um die Innenausstattung der Anlagen kümmern, berichtet Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und fügt hinzu, dass für die Gondeln und Rotorblätter nochmals Schwer- und Spezialtransporte erforderlich seien. Eine Zugmaschine mit mehreren Tausend Pferdestärken stehe bereit, um die Fahrzeuge die größte Steigung im Wald hinaufzuziehen. Noch dazu werde am 15. Februar ein mehr als 150 Meter hoher Großkran erwartet, der die Stahlelemente auf die Betontürme wuchtet. Der Rathauschef hebt hervor, dass das Projekt schon jetzt Geld in die Stadtkasse gespült habe. Für dieses Jahr kalkuliert die Stadt mit einer Einnahme von mehr als 75000 Euro.

von Florian Lerchbacher

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