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Windmessmast für Roßdorf

Energiewende Windmessmast für Roßdorf

Wie hoch ist denn nun die Windgeschwindigkeit auf der Mardorfer Kuppe? Die Firma Juwi als Projektierer für 8 bis 16 Windräder will es jetzt genau wissen.

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Der Arbeitgeber von Sven Kunze, die Firma Juwi, hat bereits Bauanträge für acht Windräder im Wald gestellt.Archivfoto: Lerchbacher

Roßdorf. 5,75 Meter pro Sekunde sieht das Land als Mindest-Windgeschwindigkeit für Windrad-Standorte an. Zahlreiche Kommunen fordern eine Senkung der Marke auf 5,5 Meter pro Sekunde. Auf der Mardorfer Kuppe herrscht laut einem Windertragsgutachten eine mittlere Geschwindigkeit von 6,1 Metern pro Sekunde. Der TÜV kam indes auf einen schlechteren Wert.

Bei so vielen Zahlen will es die Firma Juwi nun genau wissen, schließlich hat sie bereits Bauanträge für acht Windanlagen im Roßdorfer Wald gestellt. „Sie will sich nicht alleine auf Gutachten verlassen und plant daher, einen Windmessmast aufzustellen und auf unterschiedlichen Höhenlagen über mehrere Monate Daten zu erfassen“, erklärt Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und betont: „Es geht hier schließlich um Millionen!“

Die Kommune sei derweil etwas betrübt, als Grund nannte er die Diskussionen um das Erneuerbare-Energien-Gesetz: „Die sind für solche Projekte extrem schlecht, weil man nicht mehr weiß, ob sich Windräder lohnen und lukrativ sind.“ Entsprechend sei auch die „Stimmung in der Branche“ mau.

„Es könnte passieren, dass viele geplante Anlagen nicht kommen“, kritisiert Richter-Plettenberg, kehrt dann jedoch von seinem Abstecher in die Bundespolitik wieder zurück ins lokale Geschäft: „Ich rechne für dieses Jahr nicht mit einem Baubeginn.“ Zu den angedachten weiteren acht Anlagen im Mardorfer Waldgebiet sagt er nur: „Ob sie kommen, steht in den Sternen.“

Derzeit liegt auch der Teilregionalplan Mittelhessen im Rathaus aus. Das Regierungspräsidium hält zwei Flächen auf der Mardorfer Kuppe für geeignet, um dort Windräder aufzustellen. „Wir sind der Meinung, dass die Flächen nicht den richtigen Zuschnitt haben. Sie sind zu klein“, kommentiert Richter-Plettenberg. Der Magistrat wolle eine Erweiterung der Flächen erreichen: „Der Idealfall wäre, wenn sie verbunden werden.“

Ebenfalls im Teilregionalplan enthalten ist eine Vorrangfläche für Fotovoltaikanlagen. Diese liegt bei Rüdigheim.

von Florian Lerchbacher

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